In Paris ist es zu einem antisemitisch motivierten Angriff gekommen, der erneut die Sicherheitslage für jüdische Gemeinden und Juden in Europa in den Fokus rückt.
Drei Männer hatten am Freitagabend eine Synagoge im Umfeld des Trocadéro verlassen, als sie von einem Unbekannten gefragt wurden, ob sie Juden seien. Als einer der Männer dies bejahte, zog der Täter ein Messer und begann, die Gruppe zu bedrohen. Die Betroffenen flüchteten, einer von ihnen stürzte dabei, konnte aber entkommen. Unweit des Tatorts fanden sie Schutz bei Polizeibeamten, die in der Gegend im Einsatz waren. Verletzt wurde niemand.
Der mutmaßliche Täter konnte bislang nicht festgenommen werden. Die drei Männer erstatteten Anzeige, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen bewaffneter Gewalt und religiös motivierter Hasskriminalität ein. Der Bürgermeister des betroffenen Pariser Bezirks verurteilte den Vorfall scharf und erklärte, er werde den Kampf gegen Antisemitismus »mit aller Entschlossenheit fortsetzen«.