Meinung

Die üblichen Verdächtigen

Am vergangenen Freitag haben Unbekannte in der Berliner U-Bahn-Linie 9 zwei Frauen und einen Mann zunächst judenfeindlich beschimpft, dann geschlagen und verletzt. Wenn sich ein solcher Fall antisemitischer Gewalt ereignet, dann wäre es wünschenswert, dass sich zuerst Politiker und Akteure der Zivilgesellschaft zu Wort melden und die Tat verurteilen. Zu oft wird Antisemitismus zu einem Problem jüdischer Gemeinden erklärt. Und zu oft werden die Täter allein unter Muslimen gesucht. Vielmehr ist die gesamte politische Öffentlichkeit hier gefordert: Initiativen, NGOs, Organisationen von Migranten müssen sich bei antisemitischen Übergriffen entschieden und eindeutig positionieren. Denn es geht bei diesen Angriffen nicht »nur« um Gewalt gegen Juden, sondern im Kern um unsere Demokratie. Weil Antisemitismus ein Problem aller gesellschaftlichen Schichten und Communities ist – nicht nur der Muslime –, muss er von allen und überall bekämpft werden. Wenn man sich jetzt ausschließlich auf Muslime als Täter fokussiert, geraten viele Antisemiten aus dem Blick. Darüber hinaus wird einer anderen, nicht minder gefährlichen Entwicklung in der deutschen Gesellschaft Vorschub geleistet: der steigenden Islamfeindlichkeit.

Nahost

Rubio: »Die Operation Gewaltiger Zorn ist abgeschlossen«

»Jetzt widmen wir uns dem Projekt Freiheit«, betont der amerikanische Außenminister

 05.05.2026

Krise

Merz schließt Minderheitsregierung und Neuwahl aus

Die schwarz-rote Regierung ist in den vergangenen Wochen im Streit versunken. Der Kanzler sieht trotzdem keine Alternative zur Zusammenarbeit mit der SPD

von Michael Fischer  05.05.2026

Bayern

14-Jähriger im Allgäu getötet - Details zu Verdächtigem werden bekannt

Ein vermisster Jugendlicher, eine Leiche und Polizeischüsse bei einer Fahndung - in Memmingen überschlagen sich die Ereignisse. Jetzt werden weitere Erkenntnisse bekannt

 05.05.2026

Berlin

Deutschland und Israel demonstrieren Einigkeit in Iran-Frage

Die Außenminister Deutschlands und Israels zeigen einen engen Schulterschluss gegen den Iran - reden aber auch kritisch miteinander

von Ulrich Steinkohl  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Obama kritisiert Netanjahu-Kurs und warnt vor Eskalation im Nahen Osten

Der frühere Präsident sagt, vor Jahren habe Netanjahu ihm gegenüber ähnliche Argumente für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran vorgebracht, wie später gegenüber Trump

 05.05.2026

Abu Dhabi

Emirate melden neue Angriffe Irans

Einige Wochen lang schien sich die Lage für Anwohner in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Blick auf Irans Angriffe zu entspannen. Kommt es jetzt zur erneuten, größeren Eskalation?

 05.05.2026

Washington

Hegseth: »Die Waffenruhe ist nicht beendet«

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben am Montag wieder zugenommen. Ausgangspunkt war eine neue US-Initiative zur Öffnung der Straße von Hormus. Nun gibt der Pentagonchef ein Update dazu

 05.05.2026

Erinnerungsarbeit

Virtuelle Ausstellung mit NS-Zeitzeugen tourt durch Brandenburg

In der mobilen Ausstellung »In Echt?« berichten NS-Zeitzeuginnen und -zeugen von ihren Schicksalen. Die virtuelle Schau wurde 2023 in Potsdam entwickelt und tourt wieder durch Brandenburg

 05.05.2026