Meinung

Die Rechte der Roma

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat die Roma in Frankreich pauschal zum »Sicherheitsproblem« erklärt. Die gesamte Minderheit, nicht nur die in Frankreich lebenden Roma, hat er so stigmatisiert. Um von eigenen Problemen – einschließlich eines Korruptionsskandals und einer Abhöraffäre – abzulenken, und um rechte und rechtsextreme Wähler an sich zu binden, hat der Präsident offenkundig sowohl französisches als auch europäisches Recht verletzt. Sarkozy spielt mit der Gefahr rassistischer Gewalt und macht rechte Positionen hoffähig. Da ist es gut, dass Viviane Reding, die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, jetzt eine mögliche Verletzung europäischer Verträge durch den französischen Staatschef überprüft. Niemals habe sie gedacht, sagte Reding, dass »Europa so etwas nach dem Zweiten Weltkrieg wieder mit ansehen« müsse. Damit hat sie die Ängste der Minderheit angesprochen, bei der die Erfahrung des nationalsozialistischen Völkermordes dauernd gegenwärtig ist. Dafür, dass die Europäische Kommission hier ihre Stimme erhebt, sind wir ihr außerordentlich dankbar.

Der Autor ist Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt-Wahl

Nach AfD-Sieg: Cem Özdemir rief jüdische Gemeinden an

Der Ministerpräsident versicherte, dass sie in Baden-Württemberg nicht auf gepackten Koffern sitzen müssten

 10.09.2026

Bayern

Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne auf Synagoge

Ein 16-Jähriger steht in Augsburg wegen Planung eines Anschlags vor Gericht. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen. Das Verfahren läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 10.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Krieg

Iran bereit für »Blitzoffensive«

Die iranische Militärführung betont ihre Bereitschaft zu schnellen Einsätzen im ganzen Land. Was Kommandeur Hassansadeh über Motivation und Strategie sagt

 10.09.2026

Erinnerung

Gedenkstätten-Leiterin wünscht sich stärkere Wirkung in Gesellschaft

Die Angebote von Gedenkstätten müssen nach Ansicht der niedersächsischen Stiftungsgeschäftsführerin Elke Gryglewski verständlicher werden. Sie fordert neue Zugänge zum Blick auf die NS-Zeit für breite Bevölkerungsschichten

von Charlotte Morgenthal  10.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

SPD nähert sich in Umfragen der AfD

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig präsentiert sich im Landtagswahlkampf als »die Frau gegen Blau«. In den Umfragen legt sie zu

 10.09.2026

Aufruf

Jüdische und christliche Jugendorganisationen warnen vor der AfD

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen: Auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt könnte bald ein zweiter in Mecklenburg-Vorpommern folgen. Die Sorge darüber vereint junge Menschen christlicher und jüdischer Herkunft

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt

Charlotte Knobloch: »Die AfD ist rechtsextrem«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern äußert sich »bis ins Tiefste entsetzt« über den AfD-Wahlerfolg und plädiert erneut für ein Verbotsverfahren gegen die Partei

 10.09.2026