Meinung

Die Rache der Regisseure

Ginge es nach Recep Tayyip Erdogan – die Türkei wäre morgen Mitglied der EU. Doch zu Recht tut sich die Union schwer damit, Ankara willkommen zu heißen. Ein islamischer Staat ist nicht ohne weiteres in eine westlich geprägte Wertegemeinschaft zu integrieren. Dazu kommen erhebliche Defizite bei Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Auch außenpolitisch gibt die Türkei mit ihrer demonstrativen Nähe zum Mullahregime in Teheran den unsicheren Kantonisten. Und diese Nähe geht mit einem scharfen anti-israelischen Kurs einher. Zugegeben, Jerusalem legt nicht immer großes diplomatisches Geschick an den Tag. Doch dass Ankara die von Islamisten in propagandistische Gewässer gelotste Gaza-Flottille demonstrativ unterstützte, war ein gefährlicher Affront. Und nationalistische türkische Filme- macher wollen nun nachlegen. Für die populäre Serie Tal der Wölfe haben sie Szenen an Bord der von Israelis geenterten Mavi Marmara vorgesehen. Sie lassen ihren Helden Polat einen jüdischen Offizier aufspüren, der ein Massaker an Türken plant. Das nennt man wohl ein Rachewerk. Und was macht Erdogan, der als umsichtiger Premier mäßigend wirken sollte? Nichts. Das ist zu wenig für ein Möchtegern-EU-Mitglied.

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  24.09.2026

Berlin

Jüdische Sozialdemokraten gegen Koalition der SPD mit der Linken

»Schon längst werden wir nicht mehr nur von rechts bedroht«, schreibt Renée Röske, die Vorsitzende des Arbeitskreises

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

New York

Peseschkian vor der UNO: Iran will »Widerstand« fortsetzen

Der Präsident des Terror-Regimes in Teheran beklagt »Aggression und Ungerechtigkeit«. US-Außenminister Rubio kontert ihm

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026