Meinung

Die Macht am Nil

Dass das ägyptische Regime bei den Parlamentswahlen schummeln wird, damit hat jeder gerechnet. Saubere und transparente Wahlen am Nil – das hat es noch nie gegeben. Warum also diesmal? Doch was sich dann am vergangenen Sonntag tatsächlich an Manipulationen, Fälschungen und Drohungen gegen politische Gegner zugetragen hat, macht die Wahl zu einer Farce. Selbst der Hauptverbündete USA hebt warnend den Finger. Alle Macht geht vom Volke aus – dieser Satz gehört für die Potentaten am Nil in das Poesiealbum westlicher Demokratie-Rhetorik. Präsident Hosni Mubarak und seiner Machtclique geht es einzig um eine Bestätigung für ihre allmächtige National-Demokratische Partei. Denn die Parlamentswahl dient ihnen als wichtige Etappe auf dem Weg zum großen Ziel: die Thronfolge des 82-jährigen Langzeitpharaos im Herbst 2011 möglichst glatt zu regeln. Das eigene Volk, Gegenkandidaten oder gar eine freie Opposition stören dabei nur.

Der Autor ist Korrespondent des Tagesspiegel und lebt in Ägypten.

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

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Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

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Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

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Meinung

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Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026