Medien

Deutsche Welle wird Thema im Bundestag

Der Deutsche Bundestag in Berlin Foto: picture alliance/dpa

Der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien wird sich auf Initiative der Unionsfraktion mit dem Stand der Aufklärung von antisemitischen Vorfällen bei der Deutschen Welle befassen. Dies solle »zeitnah, voraussichtlich im Februar,« geschehen, teilte die Unionsfraktion am Dienstag mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Wir haben die Erwartung, dass in der Sitzung des Kulturausschusses Ergebnisse vorgelegt werden, diese einen offenen Austausch ermöglichen und unsere Vertrauensbasis erneuern«, sagten Fraktionsvize Dorothee Bär (CSU) und die medienpolitische Sprecherin der Fraktion, Christiane Schenderlein (CDU).

Angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe sei »eine transparente und sorgfältige Prüfung geboten«, erklärten die beiden Politikerinnen. Mögliche Versäumnisse und Schwachstellen bei dem deutschen Auslandssender gelte es »schonungslos aufzuzeigen«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Erste Überlegungen des Senders, den Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kooperationspartner um das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels zu erweitern, könnten die Prävention verbessern. Dabei müsse klar sein, dass antisemitische Äußerungen eine rote Linie seien, deren Übertretung sanktioniert werden müsse.

RECHERCHEN Unterdessen berichtete die »Welt« (Montag) über neue Recherchen, die zeigten, »dass die steuerfinanzierte Deutsche Welle in der Vergangenheit nicht nur im Nahen Osten mit Medien zusammenarbeitete, die für israelfeindliche und teilweise explizit antisemitische Positionen bekannt sind«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

So seien auf einer Liste von Partnermedien aus dem Jahr 2016 unter anderem zwei arabischsprachige Nachrichtenseiten aufgeführt, die aus Großbritannien betrieben würden und immer wieder durch fragwürdige Positionen und Inhalte auffielen.

Die Deutsche Welle hatte im vergangenen Jahr eine unabhängige externe Untersuchung in die Wege geleitet, nachdem Vorwürfe zu juden- und israelfeindlichen Haltungen bei Mitarbeitenden und Kooperationspartnern bekannt geworden waren.

Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bis Ende Januar vorliegen. Intendant Peter Limbourg hat angekündigt, dass man sich möglicherweise von Mitarbeitern und »von einigen Distributionspartnern trennen« müsse. kna

Ankara

Erdoğan vergleicht Netanjahu erneut mit Hitler

»Wer Hitlers Weg folgt, sollte nicht vergessen, dass sein Schicksal dem anderer Tyrannen in der Geschichte gleichen wird«, erklärt der türkische Präsident in Richtung des israelischen Regierungschefs

 12.06.2026

Debatte

Mario Voigt nutzte KI für Reden zum Holocaust-Gedenken

Ein Portal findet mit KI-Analyse-Werkzeugen Auffälligkeiten in Beiträgen von Thüringens Regierungschef. Wie viel KI darf in einer Rede zum Holocaust-Gedenktag stecken?

 12.06.2026

Berlin

Anne-Frank-Tag: Bildungsstätte sieht Antisemitismus-Flut im Internet

»Wir erleben aktuell, dass sowohl rechtsextreme als auch islamistische und linke Gruppen antisemitisch agieren, antisemitische Narrative aber zugleich in der Mitte der Gesellschaft fest verankert sind«, sagt Deborah Schnabel

 12.06.2026

Brüssel

Kallas vergleicht Israel mit Apartheids-Südafrika

Die EU-Außenbeauftragte wird für ihre Aussage von anderen EU-Diplomaten und -Beamten scharf kritisiert

 12.06.2026

Künstliche Intelligenz

Preiskrieg zwischen Giganten

Sam Altmans OpenAI will den aggressiv wachsende Rivalen Anthropic der Geschwister Daniela und Dario Amodei auf Distanz halten

 12.06.2026

Nahost

Trump stoppt geplante Angriffe auf Iran und spricht von bevorstehender Einigung

Die amerikanischen Streitkräfte sollen bereits weitgehend auf einen Angriff vorbereitet gewesen sein. Drei Stunden vor der geplanten Operation wurde er durch den US-Präsidenten abgesagt

 12.06.2026

Die Linke

Neuer Kopf, neue Linie

Luigi Pantisano wird voraussichtlich der nächste Vorsitzende der Linkspartei. Wofür steht der 46-Jährige?

von Ralf Fischer  11.06.2026

Krieg

Trump droht Mullahs mit »vollständiger Kontrolle« der iranischen Öl-Industrie

Darüber hinaus kündigte der US-Präsident auch weitere Angriffe an

 11.06.2026

Berlin

Streit an der TU um Beschlüsse der studentischen Vollversammlung

Besonders umstritten ist die Forderung, bestehende institutionelle Beziehungen zu israelischen Unis auszusetzen und überprüfen zu lassen. Eine jüdische Studentengruppe widerspricht

 11.06.2026