Meinung

Der tolle Heinrich

Götz George wird demnächst in einer »historisches Dokudrama« genannten Schmonzette in die Rolle seines Vaters Heinrich schlüpfen. Dann kann man ihm zusehen, wie er sich am Übervater, den er selbst, geboren 1938, kaum gekannt hatte, abarbeitet: Denn Heinrich George, 1893 geboren und 1946 im sowjetischen Lager gestorben, war einerseits ein viel größerer Schauspieler als der Sohn, andererseits schwenkte er 1933 flugs auf die Seite der neuen Herren und spielte in den übelsten NS-Propagandaschinken wie »Jud Süß« und »Kolberg« mit. Ein Entschuldungsunternehmen ist mit dem geplanten ARD-Film wohl nicht zu erwarten. Aber man wäre schon froh, käme er ohne Kitsch und falsche Gefühle aus. Doch die ersten Äußerungen des Sohns lassen Schlimmes befürchten: »Seine Zeit war ungeheuer kreativ«, so Götz George in einem Interview. »Der war mit den tollsten Malern, mit den tollsten Schriftstellern, mit den tollsten Kreativen zusammen. Die waren alle befreundet. ... Er war ein wunderbarer, gewaltiger Mensch, in einer Zeit, wo die Anerkennung eben anders war als heute.« Fürwahr, jede Ästhetik hat ihre eigene Moral.

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

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Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

Bei einer Veranstaltung im Rahmen des UN-Kongresses zur Verbrechensverhütung in Abu Dhabi diskutierten jüdische Organisationen über Strafverfolgung, digitale Beweismittel und den Schutz von Betroffenen

 01.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

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 01.10.2026

Terrorismus

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 01.10.2026

Washington D.C.

Keith Sonderling als US-Arbeitsminister bestätigt

In den Vereinigten Sraaten ist der in New York geborene Anwalt bereits der vierte Jude, der dieses Amt ausübt

 01.10.2026

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London

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Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien kommen immer mehr Details ans Licht. Andy Burnham bestätigt nun eine mögliche Verbindung zu einem ausländischen Akteur.

 01.10.2026

Berlin

Linken-Politiker Ferat Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ab

Der Wahlsieg der Linken lässt die Linken jubeln. Doch Fotos werfen Fragen zu Mitfeiernden auf. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete steht besonders in der Kritik und zieht nun Konsequenzen

 01.10.2026

Berlin

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Die drei potenziellen Koalitionspartner diskutieren nach der Wahl gemeinsam über Judenhass und organisierte Kriminalität. Warum das offiziell noch keine Sondierungen sind

 01.10.2026