Berlin

Demonstrationen zum Jahrestag des Hamas-Überfalls

Das Brandenburger Tor Foto: picture alliance/dpa

Rund um den 7. Oktober wird in Berlin mit zahlreichen Versammlungen und Mahnwachen an den ersten Jahrestag des Angriffs der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel und die Folgen erinnert.

Bis Donnerstagnachmittag waren zwischen dem 5. und dem 7. Oktober laut Versammlungskalender des Landes zwölf Veranstaltungen, Demonstrationen und Mahnwachen zu dem Thema angemeldet. Es werde damit gerechnet, dass in den nächsten Tagen weitere hinzukommen, teilte ein Sprecher der Berliner Polizei dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage mit.

Zu der Anzahl der Polizisten, die bei den Demonstrationen im Einsatz sein werden, machte der Sprecher keine Angaben. Möglicherweise würden Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei beteiligt.

Zu einer vom DGB angemeldeten Demonstration unter der Überschrift »Erinnerung an den Überfall der Hamas auf Israel« am 7. Oktober werden laut dem Polizeisprecher von dem Gewerkschaftsverband 2.000 Menschen erwartet. Weitere je 1.000 Personen wurden am selben Tag für eine Mahnwache gegen Antisemitismus und am 6. Oktober für eine »Demo gegen Genozid in Gaza« angemeldet.

Im Mittelpunkt der Versammlungen stehen den Anmeldungen zufolge unter anderem die Opfer des Krieges im Gaza-Streifen, der gewachsene Antisemitismus, Forderungen nach Frieden in Nahost, der Schutz jüdischen Lebens und die Freilassung der israelischen Geiseln der Hamas. epd

Ukrainereise

Prien bei Gedenken in Babyn Jar: Erinnerung verpflichtet uns

Bundesfamilienministerin Prien ist in die Ukraine gereist. Am heutigen Dienstag sprach sie beim Gedenken an die ermordeten Juden in Babyn Jar. Sie betonte auch, Deutschland stehe weiter an der Seite der Ukraine

von Birgit Wilke  06.10.2026

Fokus

Aktionswochen gegen Antisemitismus gestartet - Zahlen zu Hochschulen

Die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus nehmen dieses Jahr die Lage an den deutschen Universitäten in den Blick. Die Amadeu-Antonio-Stiftung nennt erhobene Vorfallszahlen - und stellt Forderungen

von Daniel Zander  06.10.2026

Sachsen-Anhalt

Bitterer Vorgeschmack

Die heutige Wahl des ersten AfD-Landtagspräsidenten zeigt, wie die rechtsextreme Partei im Dezember auch den Ministerpräsidenten stellen könnte

von Mascha Malburg  06.10.2026 Aktualisiert

Dialog

Zwischen Vatikan und Juden geht nach dem 7. Oktober kaum noch was

Seit Jahrhunderten ist das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Juden turbulent. Nach einem Zwischenhoch unter Johannes Paul II. kühlte es wieder ab. Und seit dem Gazakrieg nähert es sich einem neuen Tiefpunkt

von Ludwig Ring-Eifel  06.10.2026

Berlin: das Rote Rathaus mit Fernsehturm im Hintergrund

Glosse

Ein Coach berät die Berliner Linke

Unser Autor ist Psychologe, Coach und Berater. Der Linkspartei und ihrer Regierenden Bürgermeisterin in spe, Elif Eralp, hilft er an dieser Stelle kostenlos

von Louis Lewitan  06.10.2026

Düsseldorf

Nach Angriff auf Juden: Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto

Die Tatverdächtigen sollen einen Mann verprügelt haben, weil der ein T-Shirt mit »IDF«-Schriftzug getragen hatte

 06.10.2026

Sachsen-Anhalt

Tobias Rausch zum ersten AfD-Landtagspräsidenten gewählt

Er ist jetzt der protokollarisch ranghöchste Politiker in Sachsen-Anhalt. Nach ihrem Wahlsieg im September stellt die AfD mit Tobias Rausch den Landtagspräsidenten.

 06.10.2026

Essay

Der 7. Oktober und das Ungeheuer

Damals ist das Ungeheuer namens Judenhass neu ausgebrochen und wütet seitdem mit einem Furor, dem wir fassungslos gegenüberstehen. Sein Appetit ist ungebrochen, und es wird täglich gefüttert

von Esther Schapira  06.10.2026

Berlin

Mittel gegen Antisemitismus in Millionenhöhe bleiben liegen

Vor allem wegen der Nachwirkungen der »Fördergeldaffäre« konnten viele Gelder nicht mehr abgerufen werden. Projekte wurden aber auch strenger geprüft

 06.10.2026