Berlin

Demonstration gegen Anti-Terror-Operation in Dschenin

Polizisten sichern die Kundgebung gegen Israel am Potsdamer Platz. Foto: picture alliance/dpa

Dutzende von Menschen haben am späten Mittwochnachmittag in Berlin gegen die israelische Militäroperation im Westjordanland protestiert, die gestern beendet wurde. Ziel der Aktion war es, den palästinensischen Terror zu bekämpfen, nachdem es immer wieder zu Attacken auf israelische Zivilisten gekommen war.

Auf Plakaten war »Freiheit für Palästina« zu lesen. Die Palästinensergebiete werden von der Terrororganisation Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert. Letztere Unterstützt Terroristen, die Israelis ermorden, mit »Märtyrer-Gehältern«.

protest Teilnehmer der Kundgebung am Potsdamer Platz, darunter auch viele Frauen und Kinder, riefen »Wir lassen uns nicht einschüchtern« oder »Stoppt den Krieg gegen Palästina«. Zu der Protestveranstaltung angemeldet waren 100 Teilnehmer, teilweise waren es nach Angaben der Polizei bis zu 140. Die Kundgebung sei friedlich und störungsfrei verlaufen, hieß es.

Die Polizei hatte zuvor eine Reihe von Auflagen für die Demonstration bekannt gegeben. So waren beispielsweise Sturmhauben oder Körperprotektoren nicht erlaubt. Außerdem war es untersagt, Fahnen zu verbrennen, Gewalttaten zu verherrlichen oder Äußerungen zu tätigen, die eine Vernichtung des Staates Israel propagieren. Auch das Zeigen der Logos von Terrororganisationen wie der PFLP und mit ihr verwandter Organisationen war untersagt.

übersetzer Eine Polizeisprecherin sagte, es seien Übersetzer anwesend gewesen, um arabische Redebeiträge für die Einsatzleitung zu übersetzen. Insgesamt seien 140 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz gewesen.

Israel hatte in der Nacht zum Montag eine der größten Militäroperationen im Westjordanland seit Jahrzehnten begonnen. Die Armee rückte mit mehr als Tausend Soldaten in die Stadt Dschenin ein, um den sich dort verbreitenden Terror zu bekämpfen. Unter anderem wurden Waffen- und Bombenbau-Einrichtungen zerstört. Am Mittwoch wurde der Einsatz offiziell beendet. Alle Soldaten seien abgezogen worden, erklärte die israelische Armee gestern. dpa/ja

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu heute

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026

Ungarn

Wie Magyars Wahlsieg die Gleichungen in Europa verändert

Nach 16 Jahren Orban kann der Oppositionsführer mit einer Zweidrittelmehrheit regieren. Euphorie in Budapest, frische Hoffnung für Europa – doch die Erwartungen an den Neuen sind riesig

von Gregor Mayer  13.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designerter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Nahost

US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren

Donald Trump möchte verhindern, dass der Iran Gebühren von Schiffen durch die Meerenge verlangt. Jetzt will das US-Militär die Kontrolle der Straße von Hormus übernehmen

 13.04.2026

Gedenken

Brandenburg erinnert an KZ-Befreiung

Weit über 300.000 Menschen waren unter dem NS-Regime in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück inhaftiert. Zehntausende von ihnen kamen dort zu Tode. Zum Gedenken an die Befreiung werden diesmal noch fünf Überlebende erwartet

 13.04.2026

Nahost

Hinrichtungen im Iran auf 35-Jahres-Rekordhoch

Im Iran wurden 2025 laut Iran Human Rights mindestens 1.639 Menschen hingerichtet – ein Höchststand seit 35 Jahren. Menschenrechtsorganisationen fordern Konsequenzen

 13.04.2026

Urteil

Mustafa A. soll Lahav Shapira nicht aus Antisemitismus fast tot geschlagen haben

Der 25-Jährige wurde ursprünglich zu drei Jahren Haft verurteilt. Jetzt hat ein Berufungsgericht die Strafe abgemildert. Das Opfer der Tat nennt die Entscheidung »traurig«

 13.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026