Berlin

Zentralrat der Juden: »Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Foto: picture alliance / Ipon

Angesichts der massiven Proteste im Iran und Berichten über getötete Demonstranten hat sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, mit scharfen Worten zu Wort gemeldet. In »Bild« fordert er ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran und ein klares politisches Signal aus Deutschland.

Schuster verwies darauf, dass sich derzeit hunderttausende Menschen im Iran offen gegen die Führung der Islamischen Republik stellten. Sie forderten »todesmutig den Sturz der Mullahs und das Ende eines Terrorstaats«, der die eigene Bevölkerung seit Jahren brutal unterdrücke – insbesondere Frauen – und zugleich international zu den gefährlichsten Financiers des Terrorismus gehöre.

Lesen Sie auch

Deutschland dürfe in dieser Situation nicht länger zögern. Es sei eine »historische Stunde«, in der diplomatische Zurückhaltung fehl am Platz sei, erklärte Schuster. Notwendig seien jetzt entschlossenes Handeln und Zivilcourage. Jede Form des Abwartens sende das falsche Signal.

Die Bundesregierung müsse sich unmissverständlich an die Seite der iranischen Bevölkerung stellen – ebenso wie an die der Exil-Iraner in Deutschland, die seit Jahren unter Lebensgefahr für Freiheit und politische Veränderung kämpften. Das Signal aus Politik und Zivilgesellschaft müsse klar sein: »Die Zeit ist gekommen. Das Mullah-Regime muss jetzt fallen.« im

Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

Der Verband JJJ fordert: Die »unpolitische, rein humanitäre Forderung« auf der Plakette eines Kochs muss sichtbar sein

 09.01.2026

Potsdam

Antisemitismusbeauftragter: »Ich sehe nicht ein, mich verschrecken zu lassen«

Noch in der Tatnacht habe seine Familie ihn darin bestärkt, seine Arbeit fortzusetzen, so Andreas Büttner. »Sie haben mir gesagt, ich müsse weitermachen. Eigentlich sogar noch lauter werden«, sagt der dem »Tagesspiegel« im Interview

 09.01.2026

Brandenburg

Potsdam soll jüdische Kita bekommen

Zum jüdischen Leben gehören auch jüdische Schulen und Kitas. Eine Kindertagesstätte wird derzeit in Potsdam geplant

 09.01.2026

Jerusalem

US-Botschafter: Israel entscheidet selbst über weiteres Vorgehen gegen Iran

»Lassen Sie uns hoffen, dass dies das Jahr ist, in dem das iranische Volk sagt: ›Es reicht‹«, sagt Mike Huckabee

 09.01.2026

New York

Proteste gegen israelische Immobilienmesse an Jeschiwa

Israelfeindliche Demonstranten fordern eine »Intifada-Revolution« und rufen: »Siedler, geht nach Hause, Palästina gehört uns allein«

 09.01.2026

Kommentar

Ich gebe die Hoffnung für Brandenburg nicht auf

Nach dem Koalitionsbruch muss die Politik die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen

von Alex Stolze  09.01.2026

Berlin/Kloster Seeon

Zentralrat der Juden fordert schärferes Strafrecht gegen Hass

Seit dem jüngsten Krieg im Nahen Osten ist Antisemitismus vielerorts explodiert. Zentralratspräsident Schuster sieht den deutschen Rechtsstaat dagegen schlecht aufgestellt

 09.01.2026

Teheran

Iran kappt Internet während landesweiter Proteste gegen das Regime

In zahlreichen Städten, darunter auch in der Hauptstadt, gingen erneut große Menschenmengen auf die Straße

 09.01.2026

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026