Großbritannien

Corbyn: Waffenverkäufe an Israel »überprüfen«

Der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn Foto: dpa

Der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn hat am Wochenende die Regierung seines Landes aufgerufen, Waffenverkäufe an Israel zu überprüfen. In einem verlesenen Grußwort bei einer Demonstration am Samstag zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen verurteilte Corbyn das »Schweigen der internationalen Kräfte« und sprach von »illegalen und inhumanen« Vorfällen an der Grenze zu Israel, für die Israels Armee verantwortlich sei.

Hamas Dagegen erwähnte Corbyn die Terrororganisation Hamas mit keinem Wort. Seit dem vorletzten Wochenende sind fast 30 Palästinenser bei Protesten an der Grenzanlage erschossen worden. Die Hamas, die im Juni 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen hatte, initiierte die Proteste am Grenzzaun und erklärte, einige der Getöteten seien ihre Mitglieder. Obwohl bei der Demonstration am vergangenen Freitag Reifen verbrannt und Molotowcocktails auf israelische Soldaten geworfen wurden, nannte Corbyn die Proteste »friedlich«.

»Die Regierung von Großbritannien muss die Forderung des UN-Generalsekretärs nach einer internationalen Untersuchung der Tötung von Demonstranten in Gaza unterstützen und den Verkauf von Waffen an Israel überdenken, deren Gebrauch internationales Recht verletzten könnte«, sagte Corbyn in seinem Statement, das er auch auf Facebook postete. ag

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026