Berlin

Bundesinnenministerium wechselt Islamismusberater aus

Güner Balci Foto: picture alliance/dpa

Das Bundesinnenministerium setzt bei der Bekämpfung und Prävention von Islamismus auf neue Berater. Dazu hat der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries (CDU) einen neuen »Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung« berufen, wie das Ministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Das Gremium löst die von der Vorgängerregierung vor gut einem Jahr eingesetzte »Task Force Islamismusprävention« ab.

Die 15 Beraterinnen und Berater aus Wissenschaft, Praxis und Behörden von Bund und Ländern sollen ein breiteres Themenspektrum abdecken. Ihre erste und zentrale Aufgabe wird es sein, den im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vereinbarten Bund-Länder-Aktionsplan Islamismusbekämpfung zu erarbeiten.

Lesen Sie auch

Zu den berufenen Experten gehören unter anderem der Psychologe und Extremismusforscher Ahmad Mansour, die Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln, Güner Balci, und der Migrationsforscher Ruud Koopmans. Der Islamexperte Mouhanad Khorchide sowie der Radikalisierungsexperte Florian Endres vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gehörten bereits der bisherigen »Task Force« an.»

«Der Islamismus ist eine große Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land», sagte de Vries. Terroranschläge, Online-Radikalisierung, religiöses Mobbing an Schulen, strikte Geschlechtertrennung an Hochschulen und Kalifatsdemonstrationen seien «unübersehbare Zeichen einer islamistischen Polarisierung und Radikalisierung in Deutschland».

Der Staatssekretär, der einen Lenkungskreis zu dem neuen Gremium leitet, kündigte unter anderem mehr Forschung und eine Dokumentationsstelle Politischer Islam an.

Australien

Polizei: Angreifer in Sydney waren Vater und Sohn 

Weitere Details des judenfeindlichen Terroranschlags werden bekannt

von Denise Sternberg  14.12.2025

Hintergrund

Der Held von Sydney

Laut australischen Medien handelt es sich um einen 43-jährigen muslimischen Vater von zwei Kindern, der einen Laden für lokale Produkte betreibt

 14.12.2025

Jerusalem

Israels Regierungschef wirft Australien Tatenlosigkeit gegen Judenhass vor

Nach einem Anschlag in Sydney fordert Netanjahu von Australien entschlosseneres Handeln gegen Judenhass. Er macht der Regierung einen schweren Vorwurf

 14.12.2025

Kommentar

Müssen immer erst Juden sterben?

Der Anschlag von Sydney sollte auch für Deutschland ein Weckruf sein. Wer weiter zulässt, dass auf Straßen und Plätzen zur globalen Intifada aufgerufen wird, sollte sich nicht wundern, wenn der Terror auch zu uns kommt

von Michael Thaidigsmann  14.12.2025

Meinung

Blut statt Licht

Das Abwarten, Abwiegeln, das Aber, mit dem die westlichen Gesellschaften auf den rasenden Antisemitismus reagieren, machen das nächste Massaker nur zu einer Frage der Zeit. Nun war es also wieder so weit

von Sophie Albers Ben Chamo  14.12.2025 Aktualisiert

Anschlag in Sydney

Felix Klein: »Von Terror und Hass nicht einschüchtern lassen«

Zwei Männer töten und verletzen in Sydney zahlreiche Teilnehmer einer Chanukka-Feier. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung äußert sich zu der Tat

 14.12.2025

Terror in Sydney

Zivilist entwaffnet Angreifer und wird als »Held« gefeiert

Zwei Männer schießen auf Teilnehmer einer Chanukka-Feier in Sydney: Es gibt Tote und Verletzte. Ein Video soll nun den mutigen Einsatz eines Passanten zeigen

 14.12.2025

Australien

Merz: »Angriff auf unsere gemeinsamen Werte«

Bei einem Anschlag auf eine Chanukka-Feier in der australischen Metropole gab es viele Tote und Verletzte. Der Bundeskanzler und die Minister Wadephul und Prien äußern sich zu der Tat

 14.12.2025 Aktualisiert

Terror in Sydney

Zentralrat der Juden: »In Gedanken bei den Betroffenen«

Der Zentralrat der Juden und weitere jüdische Organisationen aus Deutschland äußern sich zu dem Anschlag auf eine Chanukka-Feier im australischen Sydney

 14.12.2025 Aktualisiert