Bildung

Bund gibt weitere 12 Millionen Euro für Antisemitismusforschung

Bundesforschungsminister Cem Özdemir (Grüne) Foto: Uwe Steinert

Das Bundesforschungsministerium stellt weitere zwölf Millionen Euro für Antisemitismusforschung bereit. Projekte könnten sich ab sofort bewerben, teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit. Bereits seit 2021 gab es einen Fördertopf in gleicher Höhe zu dem Thema. In der neuen Förderphase soll ein Fokus auf israelbezogenem Antisemitismus liegen. Auch die Rolle Sozialer Medien soll stärker in den Blick genommen werden.

»Mehr denn je müssen wir dem Antisemitismus entschieden und kompromisslos entgegentreten«, sagte Bundesforschungsminister Cem Özdemir (Grüne). Das Ausmaß des Israel- und Judenhasses sei dramatisch. Forschung könne helfen, Ursachen besser zu verstehen. Sie liefere zudem fundiertes Wissen für die Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus.

In der ersten Förderperiode waren zehn Forschungsverbünde zum Zuge gekommen. In ihren Vorhaben ging es zum Beispiel um Unterrichtsmaterialien für die Vermittlung jüdischen Alltagslebens, Handlungsempfehlungen für den juristischen Umgang mit antisemitischen Vorfällen, Empfehlungen für eine antisemitismuskritische Lehrerbildung sowie Coachings gegen Judenhass im Internet. kna

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