Bildung

Bund gibt weitere 12 Millionen Euro für Antisemitismusforschung

Bundesforschungsminister Cem Özdemir (Grüne) Foto: Uwe Steinert

Das Bundesforschungsministerium stellt weitere zwölf Millionen Euro für Antisemitismusforschung bereit. Projekte könnten sich ab sofort bewerben, teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit. Bereits seit 2021 gab es einen Fördertopf in gleicher Höhe zu dem Thema. In der neuen Förderphase soll ein Fokus auf israelbezogenem Antisemitismus liegen. Auch die Rolle Sozialer Medien soll stärker in den Blick genommen werden.

»Mehr denn je müssen wir dem Antisemitismus entschieden und kompromisslos entgegentreten«, sagte Bundesforschungsminister Cem Özdemir (Grüne). Das Ausmaß des Israel- und Judenhasses sei dramatisch. Forschung könne helfen, Ursachen besser zu verstehen. Sie liefere zudem fundiertes Wissen für die Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus.

In der ersten Förderperiode waren zehn Forschungsverbünde zum Zuge gekommen. In ihren Vorhaben ging es zum Beispiel um Unterrichtsmaterialien für die Vermittlung jüdischen Alltagslebens, Handlungsempfehlungen für den juristischen Umgang mit antisemitischen Vorfällen, Empfehlungen für eine antisemitismuskritische Lehrerbildung sowie Coachings gegen Judenhass im Internet. kna

Brüssel

Schoa-Überlebende im EU-Parlament: Alle Kinder sollen leben dürfen

Das Europaparlament gedenkt der Befreiung von Auschwitz und hört einer Zeitzeugin zu. Präsidentin Metsola will »Nie wieder« als Kompass für heutige Entscheidungen

von Nicola Trenz  27.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 27.01.2026

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Treffen

Gruppenbild mit Rechtsextremen

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfängt in Israel den FPÖ-Politiker Harald Vilimsky. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien reagiert entsetzt

von Ralf Balke  27.01.2026

Sydney

Australien verweigert jüdischem Islamgegner die Einreise

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein »Islamverbot« fordert, darf das Land nicht betreten

 27.01.2026

Nahost

US-Schlag gegen Iran ist weiterhin Option

US-Präsident Trump über das Teheraner Regime: »Sie wollen reden. Ich weiß, dass sie reden wollen. Sie haben viele Male angerufen.« Auch sagt er, er hoffe, dass es nicht zu einem Militäreinsatz kommen müsse

 27.01.2026

Erfurt

Thüringer AfD-Vertreter empfangen Rechtsextremisten Sellner im Landtag

Thüringer AfD-Politiker treffen den Rechtsextremisten Martin Sellner im Landtag. Bereits vergangene Woche hatte eine Veranstaltung mit dem Österreicher in Brandenburg für Aufsehen gesorgt

 27.01.2026 Aktualisiert

Interview

»Die AfD verrät immer wieder unsere nationalen Interessen«

CDU-Fraktionschef Jens Spahn über das Gedenken am 27. Januar, linken Lifestyle-Antisemitismus, die Frage nach einer Zusammenarbeit mit der AfD und Versäumnisse der CDU in der Migrationspolitik

von Philipp Peyman Engel  27.01.2026

Berlin

Josef Schuster: Situation der Juden in Deutschland spiegelt Lage der Demokratie

»Der Antisemitismus ist ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen«, schreibt der Präsident des Zentralrates der Juden

 27.01.2026