Düsseldorf

Breite Mehrheit im Landtag wirbt für Holocaust-Zentrum in NRW

Nathanael Liminski (CDU) Foto: picture alliance / SvenSimon

Nordrhein-Westfalen bietet sich mit Nachdruck als Standort für ein bundesweites Holocaust-Bildungszentrum an. Der Landtag beschloss am Donnerstag einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag, den die Regierungsfraktionen CDU und Grüne sowie SPD und FDP eingebracht haben. Auch die AfD stimmte ihm zu. Die Landesregierung solle sich intensiv dafür einsetzen, dass NRW Standort eines »Yad Vashem Education Centers« wird, heißt es darin.

Auf Bundesebene haben die Unionsparteien und die SPD in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel formuliert, in Deutschland ein solches Zentrum zu gründen. Der Name knüpft an die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem an. Über den Standort entscheidet Yad Vashem in Jerusalem. Neben NRW sind Bayern und Sachsen in der engeren Auswahl.

Älteste jüdische Gemeinschaft in NRW

Der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), verwies im Landtag darauf, dass in NRW die größte und älteste jüdische Gemeinschaft Deutschlands lebe. Hier würde Yad Vashem Teil einer dichten Landschaft an Gedenkstätten. »Kurzum: NRW schafft die besten 
Bedingungen für maximale Wirksamkeit«, sagte Liminski.

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026