Meinung

Bitte übertreten!

Es betrifft Hunderte, ja vielleicht Tausende: Menschen in Deutschland, die einen jüdischen Vater, aber keine jüdische Mutter haben. Sie kamen als Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und erfuhren erst hier, dass sie gemäß der Halacha gar keine Juden sind und deshalb nicht Mitglied einer Gemeinde werden können. Für junge Erwachsene unter ihnen, die übertreten wollen, hat die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland nun ein Programm ins Leben gerufen. Doch wie alles Neue ruft auch dieses Unternehmen sofort Kritiker auf den Plan. Man würde erwarten, dass darüber geschimpft wird, dass das Projekt erst jetzt, 20 Jahre nach Beginn der Zuwanderung, zustande kommt. Aber nein, noch bevor das Programm überhaupt begonnen hat, behaupten böse Zungen, es sei ein »Giur light«. Mancher Neider, der in den vergangenen Jahren konvertiert ist, gönnt den jungen Menschen offenbar die Neuerung nicht. Dabei werden die Kriterien für den Übertritt haargenau dieselben sein wie bisher. Nur wird es künftig mehr Hilfe geben. Also: Schluss jetzt mit der Häme vom Discount-Giur! Viele Konvertiten haben es schwer genug, da sollten sie es sich untereinander nicht noch schwerer machen.

kuehn@mosse.de

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

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Warschau

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Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

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Abbas kündigt Wahlen an

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Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

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Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

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Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

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Bericht: Israel warnte USA vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen Trump

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Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026