Nahost

Bericht: Iran verfügt weiterhin über rund 1000 Raketen

Eine nicht explodierte iranische Rakete in dem Dorf Schadmot Mehola im Jordantal Foto: picture alliance / SIPA

Trotz der massiven Luftangriffe Israels und der USA während des jüngsten Krieges soll der Iran weiterhin über ein beträchtliches Arsenal ballistischer Raketen verfügen. Nach einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNN haben iranische Streitkräfte inzwischen einen Großteil der beschädigten Zugänge zu unterirdischen Raketenanlagen wiederhergestellt und arbeiten weiter am Wiederaufbau wichtiger militärischer Infrastruktur.

Dem Bericht zufolge zeigen aktuelle Satellitenaufnahmen, dass von insgesamt 69 beschädigten Tunneleingängen an 18 unterirdischen Raketenstandorten bereits 50 wieder freigelegt oder repariert wurden. Auch Zufahrtsstraßen und andere während der Angriffe zerstörte Einrichtungen seien teilweise wiederhergestellt worden.

Experten gehen davon aus, dass die Luftangriffe zwar erhebliche Schäden verursacht haben, ein großer Teil der Raketenbestände jedoch unversehrt geblieben ist. Die meisten Geschosse lagern demnach tief unter der Erdoberfläche in weit verzweigten Bunkeranlagen. Schätzungen zufolge verfügt die Islamische Republik weiterhin über etwa 1000 ballistische Raketen.

Schleppende Verhandlungen

Nach israelischen Einschätzungen hat Teheran darüber hinaus die Produktion ballistischer Raketen bereits wieder aufgenommen. Ein Bericht des israelischen Senders Kanal 12 zufolge geschieht dies deutlich schneller als ursprünglich erwartet. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass der Iran seine Drohnenkapazitäten innerhalb weniger Monate wieder aufbauen und die Raketenproduktion innerhalb eines Jahres erheblich steigern könnte.

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Während die militärische Wiederherstellung voranschreitet, laufen die Gespräche zwischen Washington und dem Teheraner Regime über ein dauerhaftes Ende des Konflikts weiter. Die Verhandlungen gestalten sich jedoch schwierig. Berichten zufolge hat US-Präsident Donald Trump den Iranern inzwischen einen verschärften Vorschlag übermittelt.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte am Sonntag: »Wir werden keinem Abkommen zustimmen, solange wir nicht sicher sind, dass die Rechte des iranischen Volkes gewahrt werden«, sagte er in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Stellungnahme. Zugleich betonte Ghalibaf: »Unsere Unterhändler vertrauen weder den Worten des Feindes noch seinen Versprechen.«

Keine Einigung

Nach Angaben iranischer Medien wird weiterhin an verschiedenen Entwürfen gearbeitet. Beide Seiten würden regelmäßig Änderungen und Ergänzungen vorschlagen. Eine endgültige Einigung sei bislang nicht erreicht worden. Zudem sei es möglich, dass ein ausgehandeltes Abkommen am Ende scheitern werde.

Zu den wichtigsten Forderungen Teherans gehört nach eigenen Angaben die Freigabe von eingefrorenen Vermögenswerten in Höhe von zwölf Milliarden Dollar. Erst dann sei der Iran bereit, ernsthafte Gespräche über sein Atomprogramm zu führen.

Trump hatte zuletzt erklärt, seine wichtigsten Ziele seien die Verhinderung iranischer Atomwaffen sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr. In einem Interview sagte der Präsident: »Die eine Garantie, die ich haben muss, ist, dass es keine Atomwaffen geben wird. Dem haben sie zugestimmt.« im

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