Meinung

Ballack – der tragische Held

Ein böses Foul hat Michael Ballack gestoppt. Der deutsche Fußballnationalspieler wird nicht an der WM, die in drei Wochen in Südafrika beginnt, teilnehmen können. Es mag vielleicht übertrieben anmuten, aber diese Verletzung macht Michael Ballack zum tragischen Helden. Das zeigt ein Blick in die Fußballgeschichte. 1954, bei der WM in der Schweiz, hatte im Vorrundenspiel Ungarn gegen Deutschland (8:3) Werner Liebrich den Starkicker Ferenc Puskás schwer verletzt. Als ich nun das Foul an Ballack sah, dachte ich sofort: Wie ‘54, Liebrich gegen Puskás! Bewusst kampfunfähig gemacht! Erst im Finale kehrte der Gefoulte ins Team zurück, aber er humpelte mehr, als dass er spielte. Endstand 2:3. Das war für Ungarn schlimm. Und nun, nach über 50 Jahren, passiert einem deutschen Spieler in etwa das, was ein ungarischer Spieler 1954 erleiden musste. Puskás’ Verletzung war tragisch – für die ganze Mannschaft. Michael Ballack hingegen ist ganz allein ein tragischer Held. Denn die deutsche Elf wird trotzdem eine solide WM spielen. Dank vieler anderer guter Spieler.

Der Autor war bis 2002 Landesrabbiner von Württemberg.

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Europarat

Haltlose Rüge aus Straßburg

Der Menschenrechtskommissar des Europarats wirft Deutschland »unangemessene Beschränkungen« propalästinensischer Proteste vor. Überzeugende Belege legt er jedoch nicht vor

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Nahost

Trump verlängert Waffenruhe: Wie es jetzt weitergehen könnte

Welche Szenarien sind jetzt denkbar?

von Cindy Riechau, Arne Bänsch  22.04.2026

Nahost

Behörde: Iran beschießt Frachter in Straße von Hormus

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Schiffe. Die britische Behörde UKMTO meldet nun gleich zwei Vorfälle

 22.04.2026

New York

Wegen Haltung der Demokraten zu Israel: Alan Dershowitz wird Republikaner

Seine bisherige Partei sei zur »antiisraelischsten Partei in der amerikanischen Geschichte« geworden, schreibt der jüdische Jurist

 22.04.2026

New York/London

IAEA-Chef: Iran-Abkommen ohne Kontrolle wertlos

Rafael Grossi warnt vor der »Illusion eines Abkommens« oder um ein Versprechen, dessen Einhaltung niemand sicher feststellen könne

 22.04.2026

London

Beratungen über Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen

Diskutiert werden sollen auch Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region

 22.04.2026

Europäische Union

Keine Mehrheit für Strafmaßnahmen gegen Israel

Vor allem Spanien und Irland hatten vor der Sitzung der Außenminister in Luxemburg Druck gemacht und die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel verlangt. Sie scheiterten erneut

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026