New York

Autofahrer rammt Chabad-Zentrale in Brooklyn

Sicherheitskräfte am Tatort in Brooklyn Foto: picture alliance / Globe-ZUMA

Am Mittwochabend hat ein Fahrer mit seinem Auto das Gebäude der Chabad-Lubawitsch-Zentrale in New York gerammt. Der Mann befindet sich in Gewahrsam, verletzt wurde niemand. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer mit Absicht gehandelt habe.

Nach Angaben der New Yorker Polizei ereignete sich der Vorfall kurz vor 21 Uhr Ortszeit in der Eastern Parkway im Stadtteil Brooklyn. Beamte, die regulär zum Schutz des Gebäudes eingeteilt waren, wurden auf einen lauten Tumult am Haupteingang aufmerksam. Als sie eingriffen, beobachteten sie, wie der Fahrer zurücksetzte und das Fahrzeug erneut gegen eine Tür des Gebäudes lenkte.

Die Einsatzkräfte forderten den Mann daraufhin auf, das Auto zu verlassen, und nahmen ihn fest. Seine Identität wurde zunächst nicht bekannt gegeben, mögliche Anklagepunkte werden noch geprüft. Die Polizei machte keine Angaben zu einem möglichen Motiv.

Absichtliche Tat

Aus Sicherheitsgründen wurde die Synagoge vorübergehend evakuiert. Ein Sprecher der Gemeinde bestätigte, dass es sich um einen seitlichen Eingang des Gebäudes handelte. Auf Grundlage von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen gehe man davon aus, dass es sich um eine absichtliche Tat handelt.

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Spezialisten der Bombenräumungseinheit durchsuchten das Fahrzeug. Sprengstoff oder andere gefährliche Gegenstände wurden dabei nicht gefunden. Dennoch übernahm die Spezialeinheit der Polizei für Hassverbrechen die weiteren Ermittlungen.

NYPD-Commissioner Jessica Tisch kündigte an, dass der Schutz jüdischer Einrichtungen und anderer Gotteshäuser stadtweit verstärkt werde. Man handle aus Vorsicht angesichts der möglichen antisemitischen Motivation der Tat.

»Angriff auf alle New Yorker«

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani zeigte sich erleichtert, dass es keine Verletzten gab. Der Vorfall sei jedoch »zutiefst beunruhigend«, erklärte er. »Jede Bedrohung einer jüdischen Institution oder eines Gotteshauses muss ernst genommen werden. Antisemitismus hat in unserer Stadt keinen Platz.«

Auch Gouverneurin Kathy Hochul äußerte sich und sicherte der jüdischen Gemeinschaft ihre Unterstützung zu. »Ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft ist ein Angriff auf alle New Yorker«, schrieb sie. Ihre Regierung stehe in engem Austausch mit der Polizei und biete jede notwendige Hilfe an.

Die Ermittlungen dauern an. im

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