Abu Dhabi

Emirate: Großbrand nach iranischem Drohnenangriff

Blick von der Festung auf Stadttor und Innenstadt von Fudschaira (Foto von 2022): Die Stadt wurde am Montag von iranischen Geschossen getroffen. Foto: picture alliance / DUMONT Bildarchiv

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen. Betroffen ist ein Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira, wie das Medienbüro der Küstenstadt berichtete. Der Zivilschutz sei dabei, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Es ist die erste Warnung des Golfstaats vor einem iranischen Angriff seit Beginn der Waffenruhe zwischen den USA und Iran am 8. April. 

Zuvor hatten sich die Spannungen wieder deutlich verschärft. Irans Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung von US-Kriegsschiffen ab, die sich im Meer vor der Südküste befunden haben sollen. 

Drei Raketen abgefangen

Nach Berichten über diesen Zwischenfall in der Straße von Hormus fing dann das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate eigenen Angaben nach drei Raketen aus dem Iran ab. Eine weitere Rakete sei im Meer niedergegangen, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. In mehreren Regionen des Landes sei die Flugabwehr zu hören gewesen. Zuvor war die Bevölkerung aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. 

Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für Angriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Golfstaat war schon zu Kriegsbeginn unter den Golfstaaten besonders von iranischen Angriffen betroffen, mit denen Teheran seinerseits auf Angriffe der USA und Israels reagiert hatte. 

Nutzer in den sozialen Medien hatten zuvor über den Start einer Rakete nahe der zentralen iranischen Metropole Isfahan berichtet. 

Neue Spannungen nach Trump-Ankündigung

Trump hatte am Sonntag für Montag den Start einer Initiative mit dem Titel »Projekt Freiheit« verkündet, die darauf abzielt, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge wieder für die Schifffahrt freizumachen. Die iranische Militärführung hatte den USA daraufhin mit Gegenwehr gedroht. dpa

Frankreich

Mit einer Prise Antisemitismus in den Elysée?

Mit 74 Jahren nimmt Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon zum vierten Mal Anlauf auf das Präsidentenamt. Dabei operiert er gezielt mit antisemitischen und antiisraelischen Narrativen

von Michael Thaidigsmann  04.05.2026

Kiel

Minenjagdboot »Fulda« mit Ziel Mittelmeer gestartet

Das deutsche Minenjagdboot »Fulda« steht für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus bereit. Nun ist die Besatzung von Kiel aus gestartet – näher an das mögliche Einsatzgebiet

 04.05.2026

Tampa

US-Militär dementiert iranischen Angriff auf Kriegsschiff

Aus dem Iran gibt es Berichte über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff. Die USA äußern sich prompt. Zu einer anderen Behauptung wird zunächst geschwiegen

 04.05.2026

Interview

Josef Schuster: »Juden und Muslime sind keine Erzfeinde«

Bald startet der Katholikentag in Würzburg. Mit dabei: der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Welche Tipps er für Gäste hat - und wie er auf Juden, Christen und Muslime in aufgeheizten Zeiten blickt

von Leticia Witte  04.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USAID-Ermittlungen: Mehr UNRWA-Mitarbeiter waren am 7. Oktober beteiligt

Drei UNWRA-Lehrern sowie einem Sozialarbeiter der Organisation wird vorgeworfen, entweder an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein oder Geiseln festgehalten zu haben

 04.05.2026

Großbritannien

Regierung erwägt Einschränkungen bei israelfeindlichen Demonstrationen

Premierminister Keir Starmer verweist auf eine zunehmende Bedrohungslage für jüdische Gemeinden im Land. Insbesondere Parolen wie »Globalize the Intifada« müssten geahndet werden

 04.05.2026

Sydney

Nach Anschlag von Bondi Beach: Anhörungen zu Antisemitismus beginnen

In den kommenden Monaten sollen zahlreiche Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen schildern und damit zur Untersuchung des wachsenden Judenhasses im Land beitragen

 04.05.2026

Washington D.C.

Trump kündigt Eskorte für Schiffe in Straße von Hormus an

Die Operation unter dem Namen »Project Freedom« soll heute beginnen. Das iranische Regime warnt vor einer Eskalation

 04.05.2026