EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 53 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 48 Sitze

Erinnerung

»Aus den Schrecken der Geschichte lernen«

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Foto: dpa

Das Internationale Auschwitz Komitee hat an die Deutschen appelliert, sich von Hetze und Agitation rechtsextremer Gruppen und Parteien zu distanzieren. Demokratie und Politik brauchten Kritik, Demonstrationen und Widerspruch, erklärte Vizepräsident Christoph Heubner am Mittwoch in Zwickau. Die Bürger dürften sich aber nicht von denen missbrauchen lassen, die den Holocaust leugneten und die Demokratie zerstören wollten.

Heubner äußerte sich zum Gedenktag des 9. Novembers, der sowohl an den Mauerfall von 1989 als auch an die Judenpogrome in Nazi-Deutschland von 1938 erinnert. An diesem Tag seien die Deutschen zu einer »ehrlichen Bestandsaufnahme und Reflektion ihrer aktuellen Situation« herausgefordert, sagte Heubner. An diesem Tag verbänden sich Schmerz, Scham und Freude, Geschichte und Gegenwart miteinander.

demokratie Für die Überlebenden des Holocaust sei das Entstehen einer lebendigen Demokratie in Deutschland nach 1945 und nach 1989 bis heute eines der wichtigsten Hoffnungszeichen, so Heubner. »Es belegt, wie Menschen aus den Schrecken der Geschichte lernen und ein demokratisches Miteinander gestalten können.«

Es liege an jedem einzelnen Bürger, Demokratie und Toleranz in Deutschland zu schützen, so der Vizepräsident des Auschwitz Komitees. »Wir brauchen diesen Blick zurück gerade in diesen Tagen und Monaten, in denen sich Menschen nicht nur in Deutschland erneut radikalisieren und das Vertrauen in die Demokratie durch die ständige Hetze und Agitation rechtsextremer Gruppen und Parteien bedroht wird.« kna

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026