Meinung

Auf kalkuliertem Konfrontationskurs

Bei jeder Panne steht für die Organisatoren der »Friedens«-Flottille, die noch in dieser Woche in Richtung Gazastreifen segeln will, schon fest, wer dahintersteckt: natürlich das »zionistische Regime«. Als die Schiffsschraube eines der zehn Schiffe, die im Hafen von Piräus auf ihre Mission warten, beschädigt wurde, war den Aktivisten klar, dass es sich nur um Sabotage handeln kann. Dabei gäbe es tatsächlich gute Gründe, schon im Vorfeld zu verhindern, dass die Flottille mit mehr als 400 propalästinensischen Teilnehmern in See sticht. Zum Beispiel käme es dann nicht wieder zu einer Konfrontation im Mittelmeer, wie vor einem Jahr.

Elitesoldaten Jerusalem jedenfalls hat die Marine angewiesen, die angeblich nur mit Hilfsgütern beladenen Schiffe auf keinen Fall durchzulassen. Schließlich war die Besatzung der »Mavi Marmara«, die im Mai 2010 von israelischen Elitesoldaten gestürmt wurde, mit Eisenstangen bewaffnet.

Diesmal sollen einige der Blockadebrecher sogar Schwefeldünger dabei haben, um ihn gegen israelische Sicherheitskräfte einzusetzen. Noch offensichtlicher als im Vorjahr ist, dass die Flottille nicht aus humanitären Gründen ablegt. Das sagen selbst die Aktivisten. Es gehe nur darum, die Blockade des Gazastreifens zu beenden und dem jüdischen Staat zu schaden. Wenn es also erneut zu einer blutigen Auseinandersetzung kommt, ist klar, wer der Verlierer ist: Den Imageschaden hat – wie stets – Israel. Das mag so manchem Teilnehmer eigene Blessuren wert sein.

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026

Iran-Krieg

US-Armee greift Insel Gheschm an

Vor den Kongress-Wahlen am Dienstag haben US-Kampfflugzeuge eine Stellung der Revolutionsgarden attackiert

 03.11.2026

Staatsangehörigkeit

170.000 Anträge von NS-Verfolgten und Nachfahren auf Einbürgerung

Immer mehr Menschen beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft über die sogenannte Wiedergutmachungs-Einbürgerung - fast die Hälfte der Anträge kommen aus Israel

 03.11.2026