Meinung

Auf kalkuliertem Konfrontationskurs

Bei jeder Panne steht für die Organisatoren der »Friedens«-Flottille, die noch in dieser Woche in Richtung Gazastreifen segeln will, schon fest, wer dahintersteckt: natürlich das »zionistische Regime«. Als die Schiffsschraube eines der zehn Schiffe, die im Hafen von Piräus auf ihre Mission warten, beschädigt wurde, war den Aktivisten klar, dass es sich nur um Sabotage handeln kann. Dabei gäbe es tatsächlich gute Gründe, schon im Vorfeld zu verhindern, dass die Flottille mit mehr als 400 propalästinensischen Teilnehmern in See sticht. Zum Beispiel käme es dann nicht wieder zu einer Konfrontation im Mittelmeer, wie vor einem Jahr.

Elitesoldaten Jerusalem jedenfalls hat die Marine angewiesen, die angeblich nur mit Hilfsgütern beladenen Schiffe auf keinen Fall durchzulassen. Schließlich war die Besatzung der »Mavi Marmara«, die im Mai 2010 von israelischen Elitesoldaten gestürmt wurde, mit Eisenstangen bewaffnet.

Diesmal sollen einige der Blockadebrecher sogar Schwefeldünger dabei haben, um ihn gegen israelische Sicherheitskräfte einzusetzen. Noch offensichtlicher als im Vorjahr ist, dass die Flottille nicht aus humanitären Gründen ablegt. Das sagen selbst die Aktivisten. Es gehe nur darum, die Blockade des Gazastreifens zu beenden und dem jüdischen Staat zu schaden. Wenn es also erneut zu einer blutigen Auseinandersetzung kommt, ist klar, wer der Verlierer ist: Den Imageschaden hat – wie stets – Israel. Das mag so manchem Teilnehmer eigene Blessuren wert sein.

Straße von Hormus

US-Militär warnt Revolutionsgarden vor Provokationen bei Manöver

Ab Sonntag will die iranische Elite-Einheit eine Übung in der strategisch wichtigen Meerenge abhalten

 31.01.2026

Sicherheit

Deutschland und Israel trainieren erstmals gemeinsam gegen Cyberangriffe

Deutschland und Israel proben gemeinsam die Abwehr schwerer Cyberangriffe. Denn Israel hat Erfahrungen, von denen Deutschland profitieren möchte

 31.01.2026

Nordrhein-Westfalen

Statt Auktion: 428 Holocaust-Dokumente an Auschwitz-Stiftung übergeben

Nach internationalen Protesten übergibt der Landtag in Nordrhein-Westfalen 428 Holocaust-Dokumente an die Stiftung Auschwitz-Birkenau. Darunter sind Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld

 31.01.2026

Nahost

Trump schickt weitere Kriegsschiffe in Richtung Iran

Der US-Präsident drängt das iranische Regime weiterhin zu einem Deal

 31.01.2026

Nahost

Mehrere Explosionen im Iran

Vor einem Marinemanöver der iranischen Revolutionsgarden kommt es zu Detonationen in mehreren Teilen des Landes. Die iranische Propaganda spricht von Gaslecks und brennendem Schilf

 31.01.2026

Nahost

Vollendete Drohkulisse

US-Präsident Trumps »Armada« ist angekommen, die Optionen für Militärschläge liegen auf dem Tisch. Er stellt dem Mullah-Regime zwei Bedingungen. Wird Teheran einlenken?

von Imanuel Marcus  30.01.2026

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Meinung

Endlich!

Es war überfällig, dass die EU die Revolutionsgarde der Islamischen Republik auf der Terrorliste gesetzt hat. Doch die heutige Lage ist auch das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse, falscher Hoffnungen und politischer Feigheit ebenjener EU

von Shahrzad Eden Osterer  30.01.2026

Rheinland-Pfalz

Landtag fordert Institut für Antisemitismusforschung auf Bundesebene

Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) dankt dem Landesparlament. »Antisemitismus ist in diesem Lande eine reale Erfahrung«, sagt er

 30.01.2026