Oman

Atomverhandlungen zwischen USA und Iran sollen weitergehen

Auf diesem vom iranischen Außenministerium veröffentlichten Foto steigt der iranische Außenminister Abbas Araghchi (rechts) am Freitag in Oman aus seinem Flugzeug. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Iran und die USA wollen die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in der kommenden Woche weiterführen. Das sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi nach der dritten Verhandlungsrunde. »Die Verhandlungen wurden sehr ernsthaft und professionell geführt«, sagte Araghtschi nach dem mehrstündigen Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Maskat, der Hauptstadt des Oman. 

Die Verhandlungen sollen demnach voraussichtlich in gleicher Konstellation am kommenden Samstag erneut im Oman fortgesetzt werden. Dann soll auch Irans Atomchef Mohammed Eslami an den Gesprächen teilnehmen, sagte der iranische Chefdiplomat laut der Nachrichtenagentur Isna. 

Lesen Sie auch

Neben den politischen Gesprächen fanden diesmal auch technische Verhandlungen statt. Laut Araghtschi stand zunächst die Identifizierung der strittigen Punkte im Vordergrund, um diese in den nächsten Verhandlungsrunden schrittweise zu klären. »Wir sind vorsichtig optimistisch«, erklärte der Minister. 

Trump droht mit Konsequenzen bei Scheitern der Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump betont immer wieder, das Hauptziel der USA sei die Verhinderung einer iranischen Atombombe. Für den Fall eines Scheiterns der Gespräche drohte er dem Iran mit militärischen Konsequenzen. Araghtschi entgegnete, es gebe in dieser Hinsicht keine grundsätzlichen Differenzen. Das iranische Atomprogramm sei friedlich und lediglich für zivile Zwecke gedacht.

Insbesondere Israel, der engste Verbündete der USA in der Region, fühlt sich durch eine potenzielle iranische Atombombe bedroht. Das Regime in Teheran droht dem jüdischen Staat regelmäßig mit der Vernichtung. dpa/ja

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026

Washington D.C.

Trump nach Eskalation in Straße von Hormus: USA gaben dem Iran »nur einen kleinen Klaps«

Nach Angaben des US-Zentralkommandos gerieten drei Zerstörer während ihrer Passage durch die Meerenge unter Beschuss. Das amerikanische Militär reagierte

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Stuttgart

»Der Nationalsozialismus war wunderschön«: AfD-Gemeinderat droht Parteiausschluss

Niels Foitzik behauptete in Videos, unter Adolf Hitler sei jeder willkommen und wertgeschätzt gewesen. Sein Landesverband will ihn ausschließen. Nach wie vor ist er Stadtrat der AfD

 07.05.2026

Hamburg

»Nakba«-Protestcamp am Ort der Judendeportation?

Auf dem ehemaligen Juden-Sammelplatz soll wieder ein antiisraelisches Camp errichtet werden. Die Jüdische Gemeinde und die Stadt Hamburg fordern die Verlegung an einen anderen Ort

von Michael Thaidigsmann  07.05.2026

Berlin

Wegner: Kannte Liste mit Antisemitismus-Projekten nicht

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson war im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln zurückgetreten. Der Regierende Bürgermeister wusste laut eigener Aussage über einen wichtigen Aspekt nicht Bescheid

 07.05.2026