Hamburg

Beauftragter gegen Antisemitismus fordert Schließung des Islamischen Zentrums

Die Imam-Ali-Moschee des Islamische Zentrums Hamburg Foto: imago

Der neue Antisemitismusbeauftragte der Stadt Hamburg, Stefan Hensel, hat die Schließung des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) an der Alster gefordert. »Ich bin dafür, dass dieses Zentrum geschlossen wird. Wir können das nicht dulden«, sagte Hensel der »Welt«.

»Es sind Repräsentanten eines Landes, das jeden zweiten Tag fordert, Israel müsse von der Landkarte verschwinden«, sagte Hensel, der sein Amt am 1. Juli antritt. Das IZH sei eine reale Bedrohung für in Hamburg lebende Juden, aber auch für hier lebende Muslime, deren Mehrheit nicht länger mit »den antisemitischen iranischen Mullahs« assoziiert werden wolle.

Die Bundesregierung spreche bezüglich des IZH von einem der »wichtigsten Propagandazentren« des Iran in Europa, laut Verfassungsschutz gelte der Leiter Mohammad Hadi Mofatteh als Vertreter des Revolutionsführers Khamenei in Europa.

Der Hamburger Verfassungsschutz schätzt das IZH als extremistisch ein und erwähnt es im Verfassungsschutzbericht, es handele sich um »iranische Islamisten«. dpa

Bundesrat Ignazio Cassis muss sich in Den Haag verantworten.

Den Haag

Schweizer Bundesrat wegen Völkermord angezeigt

Eine Gruppe Schweizer Anwälte wirft Außenminister Ignazio Cassis Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

New York

Epstein-Dokumente befeuern antisemitische Verschwörungsmythen in sozialen Medien

Einer JTA-Recherche zufolge nutzen Rechtsextreme, aber auch Akteure aus anderen politischen Lagern, einzelne Passagen, um altbekannte Narrative über angebliche jüdische Machtstrukturen neu zu befeuern

 06.02.2026

Frankfurt am Main

Nach Antisemitismusvorwurf gegen RTL: Experte fordert Schulungen in Medien

Der Experte Samuel Stern fordert mehr Schulungen und Workshops gegen Antisemitismus in Medienhäusern und Fernsehsendern

 06.02.2026

London

Keir Starmer entschuldigt sich bei Epstein-Opfern

Der Premierminister: »Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde.«

 06.02.2026

Muscat

USA und Iran starten Gespräche in Oman

Das Treffen gilt als diplomatischer Versuch, eine Eskalation zwischen beiden Staaten abzuwenden, während der Druck auf militärischer und rhetorischer Ebene weiter steigt

 06.02.2026

Johannesburg

Neue Gaza-Flottille soll Israel isolieren

Nach Angaben der Organisatoren werden im März rund 100 Schiffe von Häfen in Italien, Spanien und Tunesien aus in See stechen

 06.02.2026

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  05.02.2026 Aktualisiert

Doha

Merz sagt Partnern am Golf engere Rüstungszusammenarbeit zu

Lange Zeit haben Bundesregierungen nur sehr restriktiv den Export von Rüstungsgütern an autokratische Staaten genehmigt. Dies ändert sich nun, wie der Bundeskanzler in Katar deutlich macht

 05.02.2026

Interview

»Es wird vergessen, wie es anfing«

Ricarda Louks Tochter Shani wurde am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet. Hier spricht sie darüber, wie sie den Verlust verarbeitet, was ihr Kraft gibt und warum sie über den Umgang Deutschlands mit den Opfern enttäuscht ist

von Mirko Freitag  05.02.2026