Sport

Antisemitismus: 154 Fußball-Fans in Niederlanden festgenommen

Bei Spielen des niederländischen Rekordmeisters kommt es häufig zu antisemitischen Vorfällen durch gegnerische Fans. Foto: picture alliance / DeFodi Images

Die Amsterdamer Polizei hat 154 Fußballfans aus Alkmaar wegen des Vorwurfs des Antisemitismus festgenommen. Die Anhänger des nordholländischen Fußballvereins AZ Alkmaar hatten in der Metro auf dem Weg zum Erstligaspiel bei Ajax Amsterdam am Samstagabend antisemitische Lieder gesungen, teilte die Polizei am späten Samstagabend mit.

Die Gruppe war nach Angaben der Polizei mehrfach aufgefordert worden, die antisemitischen Gesänge zu beenden. Als das nicht geschah, sei die Metro gestoppt worden. Beamte, die die Fans in der Metro begleitet hatten, hatten die 154 Personen festgenommen. Einige von ihnen werden auch des Vandalismus beschuldigt.

Der Zentralrat der Juden in den Niederlanden begrüßte die Festnahmen. Es sei gut, dass auf Antisemitismus sofort reagiert werde, teilt der Rat über Twitter mit.

Bei Spielen des niederländischen Rekordmeisters kommt es häufig zu antisemitischen Vorfällen durch gegnerische Fans. Anhänger von Ajax verweisen stolz auf die jüdische Geschichte des Vereins und nennen ihren Club »Judenclub«. dpa

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Apia

Samoa plant Botschaftseröffnung in Jerusalem

Premierminister La’auli Leuatea Schmidt folgt dem Nachbarland Fidschi, das im vergangenen Jahr seine Botschaft in der israelischen Hauptstadt eröffnet hatte

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026

Berlin

Mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger kommt vor Gericht

Der inzwischen 30-Jährige soll sich zwischen Dezember 2023 und April 2025 als Mitglied der Terrororganisation betätigt haben

 08.01.2026

Canberra

Nach Terroranschlag: Australien setzt Untersuchungskommission zu Antisemitismus ein

Premierminister Anthony Albanese kündigt eine umfassende Untersuchung der Hintergründe der Tat sowie des zunehmenden Judenhasses im Land an

 08.01.2026

Potsdam

Zwei Brandenburger Minister verlassen BSW

Nach dem Bruch der Koalition in Brandenburg ziehen zwei Minister des BSW Konsequenzen. Was sie zum Parteiaustritt bewegt

 08.01.2026

Großbritannien

Stadionverbot für Maccabi-Fans: Jüdische Verbände fordern Rücktritt von Polizeichef

Craig Guildford und seiner West Midlands Police wird vorgeworfen, das Verbot verhängt und später Gründe dafür »zusammengekratzt« zu haben

 08.01.2026

Lissabon

Israelisches Restaurant schließt nach antisemitischen Anfeindungen

Nach zehn Jahren stellt das »Tantura« seinen Betrieb ein. Israelfeindliche Parolen und Hasskampagnen sind die Gründe

 08.01.2026

Berlin

Gericht setzt Verfahren gegen FU Berlin fort: Lahav Shapira sieht Schutzpflicht verletzt

Eine außergerichtliche Einigung scheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin beschäftigt sich erneut mit dem Fall

 08.01.2026