Judenhass

Antisemitische Parolen bei Fridays-for-Future-Demo skandiert

Auch in Berlin hatten sich letzte Woche propalästinensische Demonstranten einem Protest von Fridays for Future angeschlossen. Foto: picture alliance / REUTERS

Unbekannte sollen bei einer Fridays-for-Future-Demonstration antisemitische Parolen skandiert haben. Es handele sich um eine Gruppe von etwa 25 Menschen, die bei der Veranstaltung in Hannover am Freitag aufgefallen sei, teilte die Polizei am Dienstag mit. Gegen sie werde nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.

Den Angaben zufolge bemerkten Beamte die Gruppe bei einem Umzug durch die Stadt. Polizisten machten daraufhin eine Lautsprecherdurchsage. Kontrolliert werden konnten die Verdächtigen nicht, da sie vorher flüchteten.

Polizist geschlagen

Etwa anderthalb Stunden später fiel den Beamten einer der Verdächtigen erneut auf, als er bei der Abschlusskundgebung eine Rede auf einer Bühne hielt. Dabei habe er erneut antisemitische Inhalte verbreitet.

Polizisten unterbrachen daraufhin die Rede. Als sie den Mann für eine Kontrolle von der Bühne holen wollten, wurden sie von etwa 150 Teilnehmern daran gehindert. Dabei wurde den Informationen nach ein Polizist geschlagen. Der Verdächtige sei unterdessen geflohen.

Insgesamt nahmen an der Demonstration mit dem Motto »Klimastreik zur Europawahl. Gegen rechts - für das Klima« etwa 1200 Menschen teil. dpa

Berlin

Späte Gerechtigkeit? Neue Schiedsgerichte zur NS-Raubkunst

Jahrzehnte nach Ende der Nazi-Zeit kämpfen Erben jüdischer Opfer immer noch um die Rückgabe geraubter Kunstwerke. Ab dem 1. Dezember soll es leichter werden, die Streitfälle zu klären. Funktioniert das?

von Cordula Dieckmann, Dorothea Hülsmeier, Verena Schmitt-Roschmann  29.11.2025

Interview

»Es ist sehr viel Zeit verloren gegangen«

Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts, zieht eine Bilanz seiner Arbeit an der Spitze der »Beratenden Kommission NS-Raubgut«, die jetzt abgewickelt und durch Schiedsgerichte ersetzt wird

von Michael Thaidigsmann  29.11.2025

Interview

»Weder die Verwaltung noch die Politik stehen an meiner Seite«

Stefan Hensel hat seinen Rücktritt als Antisemitismusbeauftragter Hamburgs angekündigt. Ein Gespräch über die Folgen des 7. Oktober, den Kampf gegen Windmühlen und kleine Gesten der Solidarität

von Joshua Schultheis  29.11.2025

Meinung

Wenn ein Botschafter Schoa-Überlebende zu Lügnern erklärt

Tom Rose, neuer US-Botschafter in Warschau, hat in einer Rede die Komplizenschaft Tausender Polen während des Holocaust bestritten. Das ist fatal für das Ansehen der USA

von Menachem Z. Rosensaft  29.11.2025

Staatsbesuch

Kanzler Merz reist am nächsten Wochenende nach Israel

Das Datum steht: Bundeskanzler Merz reist in gut einer Woche zum Antrittsbesuch nach Israel. Der Gaza-Krieg hatte die Reise verzögert, durch die Waffenruhe wird sie jetzt möglich

 28.11.2025

Berlin

Anschlag auf israelische Botschaft geplant? Prozess beginnt

Ein mutmaßlicher IS-Unterstützer kommt vor Gericht. Der Prozess gegen den inzwischen 19-Jährigen beginnt am Montag

 28.11.2025

Brüssel

Weimer warnt vor Antisemitismus und Ausgrenzung beim ESC

Der Kulturstaatsminister will darüber mit seinen europäischen Kollegen sprechen

 28.11.2025

Eurovision Song Contest

Spanien bekräftigt seine Boykottdrohung für ESC

Der Chef des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE gibt sich kompromisslos: José Pablo López wirft Israel einen »Genozid« in Gaza und Manipulationen beim Public Voting vor und droht erneut mit dem Austritt

 28.11.2025

USA

Mehrheit der Juden blickt nach Mamdani-Sieg mit Sorge nach New York

Eine Umfrage zeigt: Fast zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, Mamdani sei sowohl antiisraelisch als auch antisemitisch

 28.11.2025