Judenhass

Antisemitische Parolen bei Fridays-for-Future-Demo skandiert

Auch in Berlin hatten sich letzte Woche propalästinensische Demonstranten einem Protest von Fridays for Future angeschlossen. Foto: picture alliance / REUTERS

Unbekannte sollen bei einer Fridays-for-Future-Demonstration antisemitische Parolen skandiert haben. Es handele sich um eine Gruppe von etwa 25 Menschen, die bei der Veranstaltung in Hannover am Freitag aufgefallen sei, teilte die Polizei am Dienstag mit. Gegen sie werde nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.

Den Angaben zufolge bemerkten Beamte die Gruppe bei einem Umzug durch die Stadt. Polizisten machten daraufhin eine Lautsprecherdurchsage. Kontrolliert werden konnten die Verdächtigen nicht, da sie vorher flüchteten.

Polizist geschlagen

Etwa anderthalb Stunden später fiel den Beamten einer der Verdächtigen erneut auf, als er bei der Abschlusskundgebung eine Rede auf einer Bühne hielt. Dabei habe er erneut antisemitische Inhalte verbreitet.

Polizisten unterbrachen daraufhin die Rede. Als sie den Mann für eine Kontrolle von der Bühne holen wollten, wurden sie von etwa 150 Teilnehmern daran gehindert. Dabei wurde den Informationen nach ein Polizist geschlagen. Der Verdächtige sei unterdessen geflohen.

Insgesamt nahmen an der Demonstration mit dem Motto »Klimastreik zur Europawahl. Gegen rechts - für das Klima« etwa 1200 Menschen teil. dpa

Stuttgart

»Der Nationalsozialismus war wunderschön«: AfD-Gemeinderat droht Parteiausschluss

Niels Foitzik behauptete in Videos, unter Adolf Hitler sei jeder willkommen und wertgeschätzt gewesen. Sein Landesverband will ihn ausschließen. Nach wie vor ist er Stadtrat der AfD

 07.05.2026

Hamburg

»Nakba«-Protestcamp am Ort der Judendeportation?

Auf dem ehemaligen Juden-Sammelplatz soll wieder ein antiisraelisches Camp errichtet werden. Die Jüdische Gemeinde und die Stadt Hamburg fordern die Verlegung an einen anderen Ort

von Michael Thaidigsmann  07.05.2026

Berlin

Wegner: Kannte Liste mit Antisemitismus-Projekten nicht

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson war im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln zurückgetreten. Der Regierende Bürgermeister wusste laut eigener Aussage über einen wichtigen Aspekt nicht Bescheid

 07.05.2026

München

»Hitlergruß«-Collage? AfD-Politiker Bystron freigesprochen

AfD-Mann Bystron teilt in sozialen Medien eine Fotomontage - unter anderem mit Angela Merkel mit ausgestrecktem Arm. Strafbar? Geschmacklos? Das Landgericht sieht die Sache anders als die Vorinstanz

 07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Bayern

»Antisemitismus ohne mich«: Parteiübergreifende Kampagne

Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Ministerpräsident Markus Söder sowie die Landtagsabgeordneten von CSU, Grünen, Freien Wählern und SPD nehmen Teil

 07.05.2026

Sachsen-Anhalt

Umfrage zur Landtagswahl: Rechtsextreme AfD stärkste Kraft

Die selbsternannte »Alternative« baut ihren Vorsprung zur CDU vor der Landtagswahl aus. Das zeigt eine Umfrage von Infratest dimap. BSW, Grüne und FDP wären nicht im mehr Landtag

 07.05.2026

Berlin

Gericht stoppt geplante Abschiebung israelfeindlicher Aktivistin aus Irland

Im Oktober 2024 dringen 20 Aktivisten in das Präsidium der Hochschule ein, beschädigten Büros und verletzten mindestens einen Mitarbeiter. Die Irin soll dabei gewesen sein

 07.05.2026

Meinung

Die Angst, als Jude erkannt zu werden

Der Lagebericht des Zentralrats offenbart, wie unsicher sich Juden in Deutschland fühlen. Eine Gemeindevorsitzende beschreibt, was das für den Alltag der jüdischen Gemeinschaft bedeutet

von Jeanne Bakal  07.05.2026