Berlin

»Antisemitisch und völlig abstrus«

Josef Schuster, President of the Central Council Foto: Zentralrat der Juden

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die antisemitischen Äußerungen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas scharf kritisiert. Abbas hatte in einer Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat Juden für den Holocaust verantwortlich gemacht. Der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern durch das »soziale Verhalten« der Juden, wie das Verleihen von Geld.

medien Dazu erklärte Josef Schuster: »Palästinenserpräsident Abbas hat sich zum wiederholten Male antisemitisch und historisch betrachtet völlig abstrus geäußert. In der jüdischen Gemeinschaft weltweit macht sich schon lange niemand mehr Illusionen über seine feindliche Einstellung gegenüber Juden. In vielen Medien wird er hingegen als gemäßigt bezeichnet.«

Bevor immer wieder Israel der Schwarze Peter im stockenden Nahost-Friedensprozess zugeschoben werde, solle sich jeder ein klares Bild darüber verschaffen, mit wem es Israel als Verhandlungspartner zu tun hat, so Schuster.

»Solche antisemitischen Äußerungen werden zudem über die sozialen Netzwerke tausendfach geteilt und bejubelt. Daher liegt es auch in der Verantwortung der deutschen Politik und Medien, solche Hass-Botschaften nicht unkommentiert stehen zu lassen«, kritisierte der Zentralratspräsident. ja

Fördergeld-Affäre

Staatanwaltschaft prüft Anfangsverdacht gegen Wedl-Wilson

Die Ermittler wollen prüfen, ob die Kultursenatorin sich der Untreue schuldig gemacht haben könnte

 17.03.2026

Die Linke

Genossen werfen Gregor Gysi »rassistische Narrative« vor

Der Ex-Fraktionschef hatte sich in einem Interview zu der Frage geäußert, warum der Antisemitismus in der Partei zunehme

von Verena Schmitt-Roschmann  17.03.2026

Antisemitismus

»Es bleibt eine Sekte«: So reagieren Linke auf Büttners Austritt

Andreas Büttner verlässt die Partei, weil ein Landesverband den Zionismus ablehnt. Das sorgt innerhalb der Linken für Diskussionen

 17.03.2026

Kommentar

Jetzt offenbart die Linke ihr wahres Gesicht

Wer den Zionismus ablehnt, lehnt die Existenz eines jüdischen Staates ab - und damit genau jenen Schutzraum, der für Juden weltweit nach Jahrhunderten der Verfolgung existenziell geworden ist

von Daniel Neumann  17.03.2026

Krieg gegen Iran

Israel fliegt neue Angriffe in Teheran und Beirut

Die USA und Israel haben im Iran bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Und der Krieg geht weiter – genauso wie Teherans Gegenangriffe. Israel verstärkt zudem seinen Einsatz im Libanon

 17.03.2026

Meinung

Linke: Rotes Fähnchen im antizionistischen Wind

Linken-Parteichef Jan van Aken bagatellisiert den Beschluss seiner Genossen in Niedersachsen zu Israel. Damit dürfte er nicht durchkommen

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Rüstung

Ein Iron Dome »Made in Germany«?

Israel hat Deutschland Unterstützung beim Ausbau seiner Luftabwehr angeboten. Man könne sich vorstellen, den Iron Dome nicht nur zu liefern, sondern auch vor Ort zu produzieren, sagt der Chef des Rüstungskonzerns Rafael

von Ralf Balke  16.03.2026

Iran-Krieg

NATO-Staaten gegen Einsatz in Straße von Hormus

Könnte die NATO dabei helfen, die Straße von Hormus gegen iranische Attacken zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung, doch seine Alliierten zögern

 16.03.2026

Antisemitismus

Das sagt der Linken-Chef zum Büttner-Abgang

Der brandenburgische Antisemitismus-Beauftragte Andreas Büttner eckte in seiner Partei an. Jetzt verlässt er die Linke mit bitterer Kritik. Seine Partei erlebt die x-te Neuauflage einer Debatte

von Oliver von Riegen, Verena Schmitt-Roschmann  16.03.2026