Judenhass

Antisemitisch motivierter Vorfall: Berliner Polizei bittet um Hilfe bei Suche nach Verdächtigem

Der U-Bahnhof Westphalweg in Berlin Foto: picture alliance / Markus C. Hurek

Vier Monate nach einer Beleidigung und einer Körperverletzung im September in Berlin-Mariendorf hat die Polizei am Mittwoch das Foto eines Tatverdächtigen veröffentlicht.

Wer Angaben zur Identität und zum Aufenthaltsort des Mannes machen oder weitere sachdienliche Hinweise zur Tat oder zum mutmaßlichen Täter geben könne, solle sich melden, teilte die Berliner Polizei mit.

Der Vorfall ereignete sich am 13. September 2022 gegen 10.30 Uhr auf der Zwischenebene des U-Bahnhofs Westphalweg.

Der bisher unbekannte Tatverdächtige soll einem 43-jährigen Mann, der dort gemeinsam mit seinem Sohn unterwegs war, unvermittelt einen Stoß gegen den linken Oberarm gegeben haben. Das Opfer erlitt eine Schulterprellung und wurde antisemitisch beleidigt.

Anschließend soll der unbekannte Täter in einen Zug der Linie U 6 gestiegen und in Richtung Tegel davongefahren sein.

Zeuginnen und Zeugen könnten sich an den Polizeilichen Staatsschutz wenden, unter der Telefonnummer 030/4664-953528 oder per E-Mail. Zudem nehmen die Internetwache oder jede andere Polizeidienststelle Hinweise entgegen. epd/ja

Interview

»Sonntagsreden reichen nicht«

Hessens Justizminister Christian Heinz will, dass Aufrufe zur Vernichtung Israels künftig unter Strafe stehen. Wie lässt sich ein solcher Eingriff in die Meinungsfreiheit begründen? Ein Gespräch über Staatsräson, den Schutz jüdischen Lebens und Mehrheiten im Bundesrat

von Joshua Schultheis  17.05.2026

Nahost

Stille Wende im Krieg: Emirate und Saudi-Arabien griffen Iran an

Nach Irans Angriffen wiederholten die Golfstaaten das Mantra vom Recht auf Selbstverteidigung. Jetzt wird bekannt, dass zwei von ihnen auch zurückschlugen - und eine wichtige Schwelle überschritten

von Johannes Sadek, Weedah Hamzah  17.05.2026

Wien

14 Aktivisten bei Anti-Israel-Demo festgenommen

Vor Beginn des ESC-Finales gab es mehrere Demonstrationen gegen Israels Teilnahme

 17.05.2026

Brandenburg

Brandanschlag: Jüdische Gemeinden stellen sich hinter Büttner

Im Fall des Brandanschlags auf das Anwesen des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten gibt es viele offene Fragen. Die örtliche jüdische Gemeinde solidarisiert Sicherheit mit Andreas Büttner

 15.05.2026

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

USA

Gericht setzt Sanktionen gegen Francesca Albanese aus

Ein Richter in Washington hat Sanktionen der Trump-Regierung gegen die UN-Berichterstatterin vorerst gestoppt. Die USA werfen ihr Voreingenommenheit und Antisemitismus vor

 15.05.2026

London

König Charles besucht Opfer der Messerattacken in Golders Green

Der Monarch spricht auch mit dem 76-jährigen Norman Shine, der im April bei einer antisemitisch motivierten Mersserattacke an einer Bushaltestelle am Hals verletzt worden war

 15.05.2026

Würzburg

Schuster sieht Gleichgültigkeit bei Judenhass - Zivilcourage gefragt

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, warnt vor einem Wegsehen bei Antisemitismus in Deutschland. Und gibt konkrete Tipps, wie man auf judenfeindliche Sprüche reagieren sollte

 15.05.2026

Peking

Trump erhöht Druck auf Iran

»Ich werde nicht mehr besonders lange geduldig sein«, sagt der amerikanische Präsident

 15.05.2026