Frankreich

Anschlagsversuch auf US-Bank: Verbindung zum Iran-Krieg?

Polizei vor der Filiale der Bank in Paris. Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Nach einem vereitelten Sprengstoffanschlag auf eine amerikanische Bank in Paris sind zwei weitere Tatverdächtige festgenommen worden. Wie die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft in Paris weiter mitteilte, befinde sich der nach der Tat in der Nacht zum Samstag festgenommene erste minderjährige Tatverdächtige weiterhin im Polizeigewahrsam.

Zu den Hintergründen des Anschlagsversuchs machte die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben. Polizeikräfte hatten den Anschlag auf die Pariser Zentrale der Bank of America in der Nacht zum Samstag verhindert. Wie Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sagte, sei »ein gewalttätiger terroristischer Anschlag« vereitelt worden.

Innenminister sieht Verbindung zum Iran-Krieg

Im Interview mit dem Sender BFMTV äußerte der Innenminister den Verdacht, dass der Anschlagsversuch mit dem Krieg im Nahen Osten zusammenhängen könnte. Er stellte Parallelen zu ähnlichen Anschlägen in anderen europäischen Ländern wie etwa den Niederlanden her, wo es kürzlich zu Brandanschlägen auf eine Synagoge und eine jüdische Schule gekommen war.

Ermittelt wird nach dem vereitelten Anschlag in Paris wegen Herstellung von Brand- oder Sprengkörpern sowie versuchter Brandstiftung und Sachbeschädigung im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung. 

In sozialem Netzwerk angeheuert

Wie der Sender France Info unter Verweis auf die Polizei berichtete, wurde der erste Tatverdächtige gefasst, als er mit einem Feuerzeug in der Hand versuchte, einen mit einer unbekannten Flüssigkeit gefüllten Fünf-Liter-Kanister sowie einen Feuerwerkskörper anzuzünden, die er gerade vor dem Gebäude der Bank of America abgestellt hatte.

Der Tatverdächtige soll nach Angaben des Senders für den Anschlag über ein soziales Netzwerk angeheuert worden sein. Ihm seien für die Tat 600 Euro in Aussicht gestellt worden. Frankreich habe zuvor vom Nachrichtendienst eines befreundeten Landes einen Hinweis auf eine mögliche Aktion gegen die US-Bank in Paris erhalten. dpa

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