Vereinte Nationen

Amerikanisches Veto gegen UN-Vollmitgliedschaft für Palästina

Der UNO-Sicherheitsrat Foto: picture alliance / Pacific Press

Eine Resolution für die Vollmitgliedschaft eines palästinensischen Staats bei den Vereinten Nationen ist im UN-Sicherheitsrat an einem Veto der USA gescheitert. Zwölf Mitgliedsländer stimmten am Donnerstag in New York für die Resolution, die Schweiz und Großbritannien enthielten sich. Aufgrund des Vetos der USA, die permanentes Mitglied des mächtigsten UN-Gremiums sind, scheiterte die Annahme der Beschlussvorlage.

Der palästinensische UN-Botschafter Mansour hatte vor einigen Wochen in einem Brief an UN-Chef António Guterres darum gebeten, den 2011 schon einmal eingebrachten Antrag erneut dem Sicherheitsrat vorzulegen. Ein zuständiges Gremium des Sicherheitsrats hatte den Antrag geprüft, sich aber nicht auf eine einheitliche Reaktion einigen können. Algerien hatte die Resolution dann trotzdem zur Abstimmung gebracht.

Für einen Erfolg hätten mindestens neun der 15 Sicherheitsratsmitglieder dafür stimmen müssen, zudem hätte es kein Veto der fünf permanenten Ratsmitglieder - China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die USA - geben dürfen. Im Erfolgsfall hätte der Antrag noch zur Abstimmung an die UN-Vollversammlung überwiesen werden müssen, dort wäre dann eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen.

Belohnung für den Terrorismus

Die US-Regierung vertritt die Haltung, dass eine Einigung mit Israel auf eine Zweistaatenlösung eine Voraussetzung für die Anerkennung einer UN-Vollmitgliedschaft Palästinas ist. UN-Botschafter Mansour hatte noch am Donnerstagvormittag (Ortszeit) bei einer Sitzung des Sicherheitsrats eindringlich für die Annahme der Resolution geworben, sein israelischer Amtskollege Gilad Erdan hingegen scharf davor gewarnt.

Unmittelbar nach der Abstimmung lobte der israelische Außenminister Israel Katz das US-Veto. Eine Anerkennung eines palästinensischen Staats ein halbes Jahr nach dem Massaker vom 7. Oktober wäre eine Belohnung für den Terrorismus der Hamas, schrieb er auf der Plattform X (vormals Twitter).

Im November 2011 war der Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft schon einmal am Sicherheitsrat gescheitert. Ein Jahr später räumten die Vereinten Nationen den Palästinensern gegen den Widerstand der USA einen Beobachterstatus ein. Von 193 UN-Mitgliedsstaaten haben bisher 139 Palästina als unabhängigen Staat anerkannt. Deutschland gehört nicht dazu. dpa/ja

Hildburghausen

Zahlreiche Rechtsrock-Konzerte im thüringischen Brattendorf

Ein Gasthaus im südthüringischen Brattendorf ist zu einem Treffpunkt der Neonazi-Szene geworden

 09.03.2026

Moskau

Putin sichert Mojtaba Chamenei Russlands Unterstützung zu

Russland sieht sich traditionell als enger Partner des Iran. Der Kremlchef wünscht dem neuen Obersten Führer Mut, Gesundheit und Kraft

 09.03.2026

Beirut

Israel setzt Angriffe im Libanon fort

Immer wieder erschüttern Explosionen die Vororte der libanesischen Hauptstadt. Ein Ende der durch neue Angriffe der Hisbollah verursachten Eskalation ist nicht in Sicht

 09.03.2026

Gaziantep

Türkei: NATO fängt Geschoss im türkischen Luftraum ab

Trümmer des Geschosses fallen auf türkischen Boden. Es ist nicht das erste Mal

 09.03.2026

Berlin

Zweifel an Angriff auf Neuköllner Schulleiter – Ermittlungen richten sich nun gegen ihn selbst

Ein Überwachungsvideo vom U-Bahnhof Rathaus Neukölln wirft Fragen auf. Angaben von Hudhaifa Al-Mashhadani hatte angegeben, angegriffen worden zu sein

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Nahost

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Bewohner berichten von einer neuen Angriffswelle: Kampfjets nähern sich, laute Detonationen sind zu hören

 09.03.2026

Kommentar

Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten

Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden

von Hannes Stein  09.03.2026

Jerusalem

Trump zu neuem Obersten Führer des Iran: »Wir werden sehen, was passiert«

Der Zeitpunkt für ein Ende des Krieges gegen das Teheraner Regime werde gemeinsam mit Benjamin Netanjahu bestimmt, sagt der US-Präsident

 09.03.2026