Nahost

Amerikanischer Soldat stirbt durch iranische Munition

Amerikanische Kampfjets auf dem am Krieg beteiligten Flugzeugträger USS Abraham Lincoln Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die USA haben im Konflikt mit dem Iran einen weiteren Soldaten verloren. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) starb ein Angehöriger der Streitkräfte bei einer kontrollierten Sprengung von iranischer Munition im Nordirak. Ein weiterer Soldat wurde leicht verletzt und medizinisch behandelt. Damit steigt die Zahl der im Krieg gegen den Iran getöteten US-Soldaten nach amerikanischen Angaben auf 17.

Gleichzeitig wurden in Jordanien menschliche Überreste entdeckt, die möglicherweise zu jenem US-Soldaten gehören, der seit einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt als vermisst gilt. Dies berichten amerikanische Medien.

Die gefundenen sterblichen Überreste wurden am Ort des Angriffs in Jordanien geborgen. Spezialisten sollen nun feststellen, ob es sich tatsächlich um den vermissten US-Soldaten handelt. Bereits zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, dass bei dem iranischen Angriff zwei amerikanische Soldaten getötet und ein weiterer als vermisst gemeldet worden waren.

Jordanischer Flughafen

Das US-Militär setzte seine Luftangriffe gegen iranische Ziele in der Nacht fort. CENTCOM erklärte, die inzwischen neunte Angriffsnacht in Folge sei abgeschlossen worden. Getroffen worden seien unter anderem militärische Führungszentren, Luftverteidigungsstellungen, Einrichtungen zur Küstenüberwachung, Raketen- und Drohnenstellungen sowie Kommunikationsnetzwerke. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter zu schwächen und Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu verhindern.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die jüngsten Angriffe seien auch eine Reaktion auf die getöteten amerikanischen Soldaten. »Wir haben sie heute Nacht wieder sehr hart getroffen«, sagte Trump. Die Schläge seien auch den gefallenen Soldaten gewidmet, die dafür gekämpft hätten, »dass Iran keine Atomwaffen bekommt«.

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Der iranische Revolutionsgarden zufolge wurden als Vergeltung ballistische Raketen auf amerikanische Militärflugzeuge auf dem Flughafen Aqaba in Jordanien abgefeuert. Teheran behauptete, mehrere Maschinen seien schwer beschädigt worden. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.

Öltanker gestoppt

Auch die Lage rund um die Straße von Hormus bleibt angespannt. Irans Revolutionsgarden erklärten, zwei Öltanker seien dort gestoppt worden. US-Außenminister Marco Rubio warf Teheran vor, die strategisch wichtige Meerenge als »Druckmittel gegen die Welt« einsetzen zu wollen. Die Vereinigten Staaten würden den Schutz der internationalen Schifffahrt fortsetzen, zugleich müssten sich aber auch andere Staaten stärker daran beteiligen.

Für zusätzliche Unruhe sorgten Berichte über einen Brand auf einem Schiff in der Straße von Hormus. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO bestätigte den Vorfall, machte jedoch zunächst keine Angaben zur Ursache.

Unterdessen rief die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zu Zurückhaltung bei militärischen Operationen in der Nähe iranischer Atomanlagen auf. Hintergrund sind iranische Angaben, wonach US-Angriffe auch ein im Bau befindliches Kernkraftwerksgelände bei Darkhovin getroffen hätten. Nach Angaben von IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi befand sich dort jedoch kein nukleares Material, sodass nach derzeitigem Kenntnisstand keine radiologische Gefahr besteht.

Israelische und jordanische Streitkräfte fingen derweil nach Militärangaben eine iranische Rakete ab, die in Richtung der jordanischen Hafenstadt Aqaba abgefeuert worden war. Israels Verteidigungsminister Israel Katz warnte, sollte der Iran Raketen auf Israel abschießen, werde sein Land »mit voller Härte« reagieren. IDF-Generalstabschef Eyal Zamir erklärte ebenfalls, Israel sei jederzeit bereit, die Kampfhandlungen mit »großer Entschlossenheit« wieder aufzunehmen. im

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