Jerusalem

»... dann werden wir Iran in die Steinzeit zurückversetzen«

Israels Verteidigungsminister Israel Katz Foto: copyright (c) Flash90 2024

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Iran im Falle eines erneuten Angriffs auf Israel mit massiven Vergeltungsschlägen gedroht. Sollte das iranische Regime Israel attackieren, werde die israelische Armee von bisherigen Einschränkungen befreit sein, sagte Katz bei einer Ansprache an Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums anlässlich der bevorstehenden jüdischen Feiertage.

Katz kündigte für diesen Fall weitreichende Angriffe auf iranische Infrastruktur an. »Wir werden die gesamte nationale, militärische und zivile Infrastruktur im Iran zerstören, einschließlich der Energieinfrastruktur«, sagte der Verteidigungsminister. »Wir werden den Iran in die Steinzeit zurückversetzen.«

Nach Einschätzung von Katz ist sich die iranische Führung der möglichen Folgen eines Angriffs auf Israel bewusst. Das Regime wisse »sehr genau«, weshalb es zuletzt darauf verzichtet habe, Israel direkt anzugreifen.

Rand des Zusammenbruchs

Als Begründung verwies der Likud-Politiker auf die bisherigen israelischen Militäroperationen gegen den Iran. »Wir haben sie mit großer Wucht angegriffen«, sagte er. Israel habe das iranische Atomprogramm zerstört, den früheren Obersten Führer Ali Chamenei getötet und die strategischen Fähigkeiten des Landes schwer beschädigt.

Lesen Sie auch

Zugleich will der Verteidigungsminister auf den wirtschaftlichen Druck, den die USA mit ihren Sanktionen auf die Islamische Republik ausüben. Dieser Druck werde das iranische Regime »wahrscheinlich« an den Rand des Zusammenbruchs bringen, so Katz.

Trotz der scharfen Warnungen betonte er, Israel sei sowohl auf einen Angriff als auch auf eine militärische Auseinandersetzung vorbereitet. »Die IDF ist bereit, die Mission auszuführen.«

Warnung von Netanjahu

Die Äußerungen des Verteidigungsministers erfolgten nur einen Tag nach einer ähnlich deutlichen Warnung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bei einem Besuch einer Hesder-Jeschiwa in Sderot hatte dieser am Mittwoch über die Bedrohung durch den Iran gesprochen und erklärt, ein Angriff auf Israel wäre für das Regime »eine seiner letzten Entscheidungen«.

Der israelische Regierungschef verwies dabei darauf, dass der Iran zwar andere Länder angreife und bedrohe, Israel bislang aber nicht direkt attackiert habe. Der Grund dafür sei der iranischen Führung bekannt: »Sie wissen bereits, was ein Angriff auf Israel bedeuten würde«, sagte Netanjahu. im

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Stuttgart

Wie Fans Attentäter feiern - und welche Gefahren das birgt

Attentätern wird oft in sozialen Netzwerken gehuldigt. Eine Studie der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württember zeigt, wie leicht gerade Minderjährige an solche Inhalte kommen

von Marco Krefting  04.09.2026

Sachsen-Anhalt

BSW-Spitzenkandidatin bereit zu Kooperation mit AfD

Politik müsse sich an Inhalten orientieren, sagte Claudia Wittig im ARD-Morgenmagazin

 04.09.2026

Interview

Historikerin: AfD will Erinnerung an NS-Zeit und Holocaust ausradieren

Die Holocaust-Forscherin Andrea Löw über jüdisches Leben in der NS-Zeit, die bevorstehende Wahl in Sachsen-Anhalt und Parallelen zwischen NSDAP und AfD

 04.09.2026

Erfurt

Regierungskrise in Thüringen: BSW-Fraktion zerfällt

Der Streit im BSW spitzt sich zu: Weitere Abgeordnete verlassen die regierungstragende Fraktion im Landtag und die Partei

 04.09.2026

Brüssel

Europäische Rabbinerkonferenz legt Sieben-Punkte-Plan gegen Hass vor

Die Organisation fordert in einem neuen Papier ein konsequenteres Vorgehen von Staat und Gesellschaft gegen Antisemitismus

 04.09.2026

Washington

Repräsentantenhaus für Entzug von Bundesmitteln an Israel-Boykotteure

Zu den Befürwortern des Gesetzentwurfes gehörten auch jüdische Mitglieder des Repräsentantenhauses sowie einige Demokraten

 04.09.2026

Londonderry

Israelische Triathleten in Nordirland »nicht willkommen«

Der North West Triathlon Club in Derry will israelische Sportler vom Wettbewerb am Samstag ausschließen, beteuert aber, diese Maßnahme richte sich nicht gegen Juden

 04.09.2026

Bildung

Fragt mich!

Der deutsch-israelische Psychologe Ahmad Mansour besucht regelmäßig Schulen. Hier erzählt er, wie aus Sprachlosigkeit ein offener Austausch über Antisemitismus, Israel und den Nahostkonflikt entstehen kann

von Ahmad Mansour  04.09.2026