Berlin

Ahmad Mansour erhält Bundesverdienstkreuz

Ahmad Mansour Foto: picture alliance / Eventpress

Berlin

Ahmad Mansour erhält Bundesverdienstkreuz

Der Extremismus-Experte wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Integration ausgezeichnet

 07.07.2022 14:18 Uhr

Der deutsch-israelische Extremismus-Experte Ahmad Mansour wird am Freitag mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) überreicht dem 46-Jährigen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die SPD-Politikerin würdigte Mansour vor der Ehrung als Islamismus-Experten, der sein Wissen auf vielfältige Weise zum Nutzen der Gesellschaft einsetze.

Der gelernte Psychologe engagier sich »konkret, beruflich und ehrenamtlich« für Integration und kämpfe gegen Antisemitismus und für Gleichstellung. Seine eigene Lebenserfahrung als in Israel geborener Palästinenser mache Mansour dabei so glaubwürdig, betonte Giffey.

PRÄVENTION Mansour wuchs als Sohn einer palästinensischen Familie in Israel auf. Der 1976 geborene Autor und Psychologe lebt seit 14 Jahren in Deutschland. Als Gründer der Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention beschäftigt er sich mit Projekten, die Extremismus bekämpfen und Demokratie und Toleranz fördern. Als junger Palästinenser stand er eigenen Angaben zufolge dem Islamismus nahe. Für sein bisheriges Engagement gegen Radikalismus und Antisemitismus wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt.

Der Bundesverdienstorden wird vom Bundespräsidenten an Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für besondere Verdienste im sozialen und karitativen Bereich. epd

Deutschland

Stolperstein-Verbot in Heidenau löst bundesweite Debatte aus

In der sächsischen Stadt Heidenau sollen keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer mehr verlegt werden. Die Bildungsministerin spricht von einem Skandal

von Paula Konersmann  27.09.2026

Wissenschaft

Auf dem Trockenen?

Dürre, Wassermangel, Hitzewellen: Nach diesem Sommer fragen sich immer mehr Menschen, wie wir dem Klimawandel trotzen können. Ein Blick nach Israel könnte helfen

von Gidon Bromberg  27.09.2026

Meinung

KI-Warnung: ehrlich oder eigennützig?

Wenn Künstliche Intelligenz wirklich so gefährlich zu werden droht, wäre nicht freiwillige Zurückhaltung, sondern internationale Kontrolle die richtige Antwort

von Elke Wittich  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026