Meinung

Ach, UNESCO!

Beterinnen im Patriarchengrab Foto: Flash 90

Die UNESCO hat die Altstadt von Hebron mit dem Patriarchengrab zum palästinensischen Welterbe erklärt. Die Vertreter solcher Staaten wie Angola, Kuwait, Libanon oder Zimbabwe diskutierten den palästinensischen Antrag.

Die Tora, in der von Abrahams Kauf der Höhle als Grabstätte für seine verstorbene Frau Sara berichtet wird, lag ihnen wohl nicht vor. Also konnten sie ja nichts von Abraham, Isaak und Jakob wissen, die dort begraben sind. Schade. Da ist es doch hilfreich, dass der Bürgermeister von Hebron erklärte, dass dies eine Stadt der Kanaaniter war. Und die Palästinenser ihre rechtmäßigen Nachkommen. Ach so.

Pastrami Gut, dass es das Onlinemagazin »the- mideastbeast« gibt. Das schlägt vor, die UNESCO möge auch das berühmte New Yorker »Katz’s Deli« – das mit der koscheren Pastrami! – zum palästinensischen Welterbe erklären, da es vom »zionistischen Di-Blasio-Besatzungsregime« bedroht wird.

Dieser Vorschlag macht Mut – und so kommt mir noch eine Idee. Ich schlage der UNESCO vor, auch die Geburtskirche in Betlehem, die Kirchen in Nazareth oder Tabgha und natürlich die Grabeskirche in Jerusalem, also am besten alle Orte im Zusammenhang mit Issa ibn Marjam – besser bekannt als Jesus – auch zu muslimischen Heiligtümern zu deklarieren.

Warum nur immer die jüdischen Stätten? Die UNESCO sollte konsequent und fair sein und diesem, meinem rabbinischen Vorschlag folgen.

Berlin

Streit um Antisemitismus: SPD und Grüne unterbrechen Sondierungsgespräche

Die Linke will eine rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt schmieden. Doch Grüne und SPD setzen erstmal ein Stoppschild. Auslöser ist der Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus

 13.10.2026

Kontinuität

Bundesratsinitiative für EU-Forschungskooperation mit Israel

Drei Bundesländer wollen die weitere Beteiligung Israels am EU-Forschungsrahmenprogramm sicherstellen. Dazu wird jetzt eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht

 13.10.2026

Kommentar

Der geplatzte Testballon von Halle

Die AfD wird weiterhin versuchen, sich als ganz normale Partei zu inszenieren, wenn es um jüdisches Leben geht. Ein Angriffsziel bleibt es trotzdem. Deswegen müssen wir achtsamer werden, wenn die Angriffe subtiler werden

von Igor Matviyets  13.10.2026

Sachsen-Anhalt

CDU-Fraktion will bei Ministerpräsidenten-Wahl den Saal verlassen

Kamen Stimmen für die Wahl des AfD-Landtagspräsidenten aus den Reihen der CDU? Für die nächste wichtige Wahl im Dezember will die Fraktion vorbauen und nimmt einen ungewöhnlichen Weg

 13.10.2026

120. Geburtstag

Philosoph Bormuth: Die Gedanken von Hannah Arendt geben Orientierung

Das Werk der Philosophin Hannah Arendt bietet nach Ansicht des Oldenburger Wissenschaftlers Matthias Bormuth Orientierung in polarisierten Zeiten. Ihr Plädoyer für eigenes Denken und streitbaren Austausch sei heute hochaktuell

 13.10.2026

New York

Die US-Linke ist besessen von Palästina – nun frisst die Revolution ihre eigenen Kinder

Zohran Mamdanis Aufstieg hat in der Demokratischen Partei einen Linksruck ausgelöst. Längst ist der Bürgermeister der US-Metropole mit seiner zweifelhaften Anti-Israel-Rhetorik zur Ikone der Palästina-Bewegung in Amerika geworden. Nun wird er Teilen des eigenen Lagers zu weich

von Jan Klauth  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026