Meinung

Ach, UNESCO!

Beterinnen im Patriarchengrab Foto: Flash 90

Die UNESCO hat die Altstadt von Hebron mit dem Patriarchengrab zum palästinensischen Welterbe erklärt. Die Vertreter solcher Staaten wie Angola, Kuwait, Libanon oder Zimbabwe diskutierten den palästinensischen Antrag.

Die Tora, in der von Abrahams Kauf der Höhle als Grabstätte für seine verstorbene Frau Sara berichtet wird, lag ihnen wohl nicht vor. Also konnten sie ja nichts von Abraham, Isaak und Jakob wissen, die dort begraben sind. Schade. Da ist es doch hilfreich, dass der Bürgermeister von Hebron erklärte, dass dies eine Stadt der Kanaaniter war. Und die Palästinenser ihre rechtmäßigen Nachkommen. Ach so.

Pastrami Gut, dass es das Onlinemagazin »the- mideastbeast« gibt. Das schlägt vor, die UNESCO möge auch das berühmte New Yorker »Katz’s Deli« – das mit der koscheren Pastrami! – zum palästinensischen Welterbe erklären, da es vom »zionistischen Di-Blasio-Besatzungsregime« bedroht wird.

Dieser Vorschlag macht Mut – und so kommt mir noch eine Idee. Ich schlage der UNESCO vor, auch die Geburtskirche in Betlehem, die Kirchen in Nazareth oder Tabgha und natürlich die Grabeskirche in Jerusalem, also am besten alle Orte im Zusammenhang mit Issa ibn Marjam – besser bekannt als Jesus – auch zu muslimischen Heiligtümern zu deklarieren.

Warum nur immer die jüdischen Stätten? Die UNESCO sollte konsequent und fair sein und diesem, meinem rabbinischen Vorschlag folgen.

Bremerhaven

Synagoge im Visier: Jahrelange Haft und Psychiatrie für Anschlagspläne

Ein perfider Plan, gefährliche Stoffe und eine Sprengstoffweste: Wie Ermittler zufällig auf brisante Chats stießen - und welche Konsequenzen die Vorbereitung eines Anschlags für die Angeklagten hat

 08.06.2026

Nahost

EU verschärft Sanktionen gegen Iran

Wegen Behinderungen des Schiffsverkehrs verschärft die EU ihre Maßnahmen gegen den Iran. Betroffen sind auch Verantwortliche, denen Drohungen vorgeworfen werden

 08.06.2026

Moringen

AfD-Kreisverband will Parteitag neben KZ-Gedenkstätte abhalten

In der Kleinstadt Moringen richteten die Nationalsozialisten drei Konzentrationslager ein. Eine Gedenkstätte erinnert an die damaligen Gräuel. In unmittelbarer Nähe davon plant ein AfD-Kreisverband seinen Parteitag. Ein Bündnis kündigt Proteste an

 08.06.2026

Interessenvertretung

Jüdische Lehrkräfte gründen eigenen Verband

Jüdische Perspektiven im Bildungswesen sichtbarer machen: Ein neuer Bundesverband vernetzt Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte und unterstützt sie im Umgang mit Antisemitismus

von Christoph Schmidt  08.06.2026

Handelsbeziehungen

Auch Großbritannien erwägt Importverbot für Siedlerwaren

140 Abgeordnete der regierenden Labour Party haben Außenministerin Yvette Cooper aufgefordert, die Einfuhr von Produkten aus israelischen Siedlungen im Westjordanland nach Großbritannien zu verbieten

von Michael Thaidigsmann  08.06.2026

Washington D.C.

Global Forum des AJC: Das Paradox der jüdischen Geschichte

2000 Juden aus 70 Ländern kamen in die US-Hauptstadt, um bei der jährlichen Tagung des American Jewish Comittee dabei zu sein

von Sebastian Engelbrecht  08.06.2026

Aue-Bad Schlema (Sachsen)

CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen Rechtsextremen

Mit dem Wahlsieg von Marcus Hoffmann bleibt Aue-Bad Schlema in CDU-Hand. Der Kandidat der rechtsextremen »Freien Sachsen« scheitert an der Wahlurne

 08.06.2026

Daniel Jositsch, Zürcher SP-Ständerat, am letzten Donnerstag, dem Tag seines Austritts aus der Partei

Meinung

Daniel Jositsch und der Preis der Klarheit

Daniel Jositsch verlässt nach seiner Nichtnomination in den Ständerat die SP. Der Fall zeigt, wie eng der Raum für sozialliberale und proisraelische Stimmen in der Linken geworden ist, nicht nur in der Schweiz

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.06.2026

Großbritannien

Antisemitische Straftaten in London stark gestiegen

Der größte monatliche Zuwachs von durch Judenhass motivierten Übergriffen seit ende 2023 wird registriert

 08.06.2026