Essen

4500 Demonstranten bilden »Menschenkette für den Frieden«

Zahlreiche Personen bildeten in Essen eine Menschenkette für Frieden und Zusammenhalt Foto: picture alliance/dpa

In Essen haben am Sonntagabend rund 4500 Demonstranten eine Menschenkette gegen Judenhass und Antisemitismus gebildet. Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, verlief die Aktion »sehr friedlich«. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten Kerzen und Taschenlampen dabei, um »Lichter der Hoffnung« für Israelis und die Menschen im palästinensischen Gazastreifen zu entzünden. Die Menschenkette startete an der Alten Synagoge in der Essener City.

Sprecher der Veranstalter betonten, es sei demokratische Pflicht, gegen Antisemitismus und Judenhass einzutreten. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) sagte auf der Versammlung, die Attentäter der palästinensischen Terrororganisation Hamas, die am 7. Oktober Israel angegriffen hatten, seien »keine Freiheitskämpfer, sondern Terroristen und Mörder«.

Die Menschenkette verstand sich als Reaktion auf eine umstrittene anti-israelische Demonstration am 3. November in Essen. Die Kundgebung, die als pro-palästinensische Demonstration angemeldet war, entpuppte sich als islamistisch geprägt. Nach Polizeiangaben waren einige der gezeigten Plakate an der Grenze zur Illegalität. Es wurde auch die Errichtung eines Kalifats in Deutschland gefordert. epd

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen aber dennoch die Mehrheit darstellen.«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026

Krakau

»Geht zurück nach Israel«: Ultraorthodoxe Israelis am Flughafen angefeindet

Am Flughafen wird eine Gruppe Charedim verbal attackiert und bedrängt. Ein Video zeigt den antisemitischen Vorfall

 28.01.2026