Essen

4500 Demonstranten bilden »Menschenkette für den Frieden«

Zahlreiche Personen bildeten in Essen eine Menschenkette für Frieden und Zusammenhalt Foto: picture alliance/dpa

In Essen haben am Sonntagabend rund 4500 Demonstranten eine Menschenkette gegen Judenhass und Antisemitismus gebildet. Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, verlief die Aktion »sehr friedlich«. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten Kerzen und Taschenlampen dabei, um »Lichter der Hoffnung« für Israelis und die Menschen im palästinensischen Gazastreifen zu entzünden. Die Menschenkette startete an der Alten Synagoge in der Essener City.

Sprecher der Veranstalter betonten, es sei demokratische Pflicht, gegen Antisemitismus und Judenhass einzutreten. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) sagte auf der Versammlung, die Attentäter der palästinensischen Terrororganisation Hamas, die am 7. Oktober Israel angegriffen hatten, seien »keine Freiheitskämpfer, sondern Terroristen und Mörder«.

Die Menschenkette verstand sich als Reaktion auf eine umstrittene anti-israelische Demonstration am 3. November in Essen. Die Kundgebung, die als pro-palästinensische Demonstration angemeldet war, entpuppte sich als islamistisch geprägt. Nach Polizeiangaben waren einige der gezeigten Plakate an der Grenze zur Illegalität. Es wurde auch die Errichtung eines Kalifats in Deutschland gefordert. epd

Verhandlungen

Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

Die Debatte um blockierte Auslandsvermögen des Iran dominiert zunehmend die Gespräche über ein Abkommen mit den USA. Denn die iranische Wirtschaft steckt in der Krise

 31.05.2026

Kommentar

Tote Juden stören nicht

Unsere Erinnerungskultur liebt Stolpersteine, aber stolpert nicht über den Antisemitismus vor der eigenen Haustür. Wie der Kampf gegen Judenhass am Nekrosemitismus scheitert

von Nelly Eliasberg  31.05.2026

Teheran

Irans Machtapparat: Die wichtigsten Köpfe im Überblick

US-Präsident Donald Trump sprach im Zuge des Iran-Kriegs von »neuen und vernünftigeren« Kräften in Teheran. Dafür erntete er Spott. Doch wer sind die neuen (und alten) Entscheider?

von Arne Bänsch  31.05.2026

Washington

Trump ohne Entscheidung – Iran pocht auf eigene Interessen

Ein Durchbruch bei den zähen Verhandlungen zum Iran-Krieg lässt weiter auf sich warten. Teheran widerspricht Trump in drei Punkten

 31.05.2026

Brüssel

Überwachungsbehörde nimmt Europapartei der AfD ins Visier

Verstößt die Europapartei, zu der auch die »Alternative« gehört, gegen Grundwerte der EU? Die zuständige Behörde sieht Hinweise auf problematisches Vorgehen in Mitgliedsparteien. Kommt ein Verfahren?

von Valeria Nickel  29.05.2026

Beirut

Entwaffnung der Hisbollah - ein unmögliches Unterfangen?

Seit mehr als zwei Jahren attackiert die Hisbollah Israel. Die Regierung in Jerusalem will eine Entwaffnung der Terrororganisation. Doch geht das?

 29.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Kiel

Mehr als 400 antisemitische Vorfälle im Norden gemeldet

»Die massiven Konsequenzen (...) sind Ausdruck eines wachsend gesamtgesellschaftlich antisemitischen Grundrauschens, das wir seit 2023 beobachten müssen«, so die Dokumentationsstelle Antisemitismus

 29.05.2026

New York

Streit um Bericht zu sexueller Gewalt: WJC kritisiert UN scharf

Narrative, die Israel pauschal delegitimierten, seien problematisch, so der Jüdische Weltkongress. Die ursprünglichen Gründungsideale der Vereinten Nationen müssten wieder in den Mittelpunkt rücken

 29.05.2026