Essen

4500 Demonstranten bilden »Menschenkette für den Frieden«

Zahlreiche Personen bildeten in Essen eine Menschenkette für Frieden und Zusammenhalt Foto: picture alliance/dpa

In Essen haben am Sonntagabend rund 4500 Demonstranten eine Menschenkette gegen Judenhass und Antisemitismus gebildet. Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, verlief die Aktion »sehr friedlich«. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten Kerzen und Taschenlampen dabei, um »Lichter der Hoffnung« für Israelis und die Menschen im palästinensischen Gazastreifen zu entzünden. Die Menschenkette startete an der Alten Synagoge in der Essener City.

Sprecher der Veranstalter betonten, es sei demokratische Pflicht, gegen Antisemitismus und Judenhass einzutreten. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) sagte auf der Versammlung, die Attentäter der palästinensischen Terrororganisation Hamas, die am 7. Oktober Israel angegriffen hatten, seien »keine Freiheitskämpfer, sondern Terroristen und Mörder«.

Die Menschenkette verstand sich als Reaktion auf eine umstrittene anti-israelische Demonstration am 3. November in Essen. Die Kundgebung, die als pro-palästinensische Demonstration angemeldet war, entpuppte sich als islamistisch geprägt. Nach Polizeiangaben waren einige der gezeigten Plakate an der Grenze zur Illegalität. Es wurde auch die Errichtung eines Kalifats in Deutschland gefordert. epd

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Berlin

Jüdisches Gebetbuch antisemitisch beschmiert

Ein Mitarbeiter des deutsch-jüdischen Vereins »WerteInitiative« bestellte einen Machsor für die anstehenden Feiertage – doch als er ihn zu Hause öffnete, fand er darin eindeutige Schmierereien

von Mascha Malburg  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

Iran

Wegen des AMIA-Anschlags gesucht: Der neue Sicherheitschef in Teheran

Mohsen Rezaei übernimmt eine der wichtigsten sicherheitspolitischen Positionen des Landes. Argentinische Ermittler bringen ihn mit dem Terroranschlag in Verbindung, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 12.08.2026

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 12.08.2026

New York

Widersprüchliche Angaben zu Syrien-Reise von Mamdanis Ehefrau

Ob die Bürgermeistergattin bei ihrer privaten Nahostreise vom Steuerzahler finanzierten Polizeischutz bekommt oder nicht, ist umstritten

 12.08.2026

New York

Rabbiner äußern sich nach Treffen mit Bürgermeister Mamdani

Die Geistlichen erklären, der Bürgermeister habe sich ernsthaft auf den Austausch eingelassen und in guter Absicht zugehört

 12.08.2026

Berlin

Bunker unter Hitlers Reichskanzlei: Ausstellung oder Abriss?

Einer der letzten Reste der ehemaligen Reichskanzlei der Nazis soll Neubauten weichen. Der Verein Berliner Unterwelten schlägt dagegen eine Ausstellung in den unterirdischen Bunkerräumen vor

 12.08.2026