Bamberg/Ermreuth

22-Jähriger wegen Anschlags auf Synagoge erneut verurteilt

Außenansicht des Sitzungssaals in Bamberg Foto: picture alliance/dpa

Im Berufungsprozess um den versuchten Brandanschlag auf die Synagoge im oberfränkischen Ermreuth hat das Landgericht Bamberg erneut eine Haftstrafe verhängt. Der 22 Jahre alte Angeklagte wurde am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Es ging in dem Verfahren nur noch um die Strafzumessung. Das Amtsgericht hatte den Angeklagten im Mai 2023 wegen versuchter schwerer Brandstiftung und gemeinschädlicher Sachbeschädigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Dagegen hatte er Berufung eingelegt.

Im Prozess vor dem Amtsgericht hatte der Angeklagte erklärt, eine rechtsradikale Gesinnung zu haben, und eingeräumt, in der Nacht auf Neujahr 2023 in betrunkenem Zustand eine Scheibe eingeschlagen zu haben. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie er dann mehrfach versuchte, ein Feuerwerk anzuzünden und es in die Synagoge zu werfen.

Als das nicht gelang, ging er weiter. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt leer. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand Schaden in Höhe von rund 1600 Euro. dpa

Justiz

Melanie Müller und der Hitlergruß auf der Bühne: Das Landgericht Leipzig hat nun sein Urteil gesprochen

Die Schlagersängerin hatte bei einem Konzert in Leipzig mehrfach den Hitlergruß gezeigt

 12.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Überwachungsvideos zeigen laut Shemper einen Mann mit Kapuze und Maske, der eine Flüssigkeit aus einem Kanister im Inneren des Gotteshauses verteilt

 12.01.2026

Bayern

Kommunen müssen Antisemitismus-Verdacht alleine prüfen

Wenn der Verdacht des Judenhasses aufkommt, können Bayerns Kommunen jetzt Veranstaltungen in ihren Räumen untersagen. Um Gerichtsverfahren zu vermeiden, hatten sie um Hilfe gebeten - vergeblich, wie sich nun zeigt

 12.01.2026

Argentinien

Antisemitische Verschwörungstheorien nach Waldbränden

Der ehemalige General César Milani beschuldigt »Israelis«, für die Brände verantwortlich zu sein. Präsident Javier Milei spricht in Zusammenhang mit den Verschwörungsmythen von der »dunklen Seite Argentiniens«

 12.01.2026

Washington D.C.

Trump an Antisemiten: »Ich denke, wir mögen sie nicht«

In einem Interview sagt der amerikanische Regierungschef auch: »Ich war der beste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten für Israel.«

 12.01.2026

Berlin/Jerusalem

Dobrindt: Mehr Kooperation mit Israel für Sicherheit Deutschlands

Der Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten zeigt Schwachstellen in Deutschlands Sicherheit. Um besser aufgestellt zu sein, will die Bundesrepublik enger mit Israel zusammenarbeiten

 11.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die protestierenden Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026