Antisemitismus

Syrer nach Anschlagsplänen auf Synagoge vor Gericht

Einsatzkräfte der Polizei vor der Hagener Synagoge, September 2021 Foto: picture alliance/dpa

Ab Ende kommender Woche steht ein 17-Jähriger wegen seiner mutmaßlichen Anschlagspläne auf die Synagoge von Hagen vor dem Landgericht der Stadt. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf legt ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last, wie das Gericht in Hagen am Donnerstag mitteilte.

Konkret werde dem Angeklagten vorgeworfen, spätestens am 17. August 2021 beschlossen zu haben, mit einem selbst gebauten Sprengsatz eine Anschlag auf die Synagoge zu verüben und dadurch eine unbestimmte Anzahl von Menschen zu töten. Wegen des noch jugendlichen Alters des Angeklagten zur Tatzeit werde der Prozess ab Freitag, dem 25. Februar, unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnen.

Über den Messengerdienst Telegram soll der Jugendliche Kontakt mit einer nicht näher identifizierten Person aufgenommen haben, die ihn in der Zeit bis zum 29. August in der Herstellung von Sprengsätzen unterrichtet haben soll, teilte das Gericht unter Berufung auf die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft mit. Früheren Informationen der Ermittler zufolge soll es sich bei dem Mann mit dem Kampfnamen Abu Harb um einen mutmaßlichen IS-Terroristen gehandelt haben. Der Angeklagte soll den Angeklagten um Informationen für den Bau einer Bombe gebeten und diese auch erhalten haben.

Mit den erworbenen Erkenntnissen wäre der Angeklagte nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft in der Lage gewesen, einen funktionstüchtigen Sprengsatz herzustellen, sobald er die erforderlichen Materialien erworben hätte, so das Gericht. Der damals 16 Jahre alte Syrer war Mitte September festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Die Polizei war am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem Großeinsatz zur Synagoge ausgerückt, um sie zu bewachen.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft liegt die mögliche Höchststrafe gemäß Jugendstrafrecht bei fünf Jahren Haft. Bis Ende April sind bislang insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt.

Künstliche Intelligenz

Preiskrieg zwischen Giganten

Sam Altmans OpenAI will den aggressiv wachsende Rivalen Anthropic der Geschwister Daniela und Dario Amodei auf Distanz halten

 12.06.2026

Nahost

Trump stoppt geplante Angriffe auf Iran und spricht von bevorstehender Einigung

Die amerikanischen Streitkräfte sollen bereits weitgehend auf einen Angriff vorbereitet gewesen sein. Drei Stunden vor der geplanten Operation wurde er durch den US-Präsidenten abgesagt

 12.06.2026

Die Linke

Neuer Kopf, neue Linie

Luigi Pantisano wird voraussichtlich der nächste Vorsitzende der Linkspartei. Wofür steht der 46-Jährige?

von Ralf Fischer  11.06.2026

Krieg

Trump droht Mullahs mit »vollständiger Kontrolle« der iranischen Öl-Industrie

Darüber hinaus kündigte der US-Präsident auch weitere Angriffe an

 11.06.2026

Berlin

Streit an der TU um Beschlüsse der studentischen Vollversammlung

Besonders umstritten ist die Forderung, bestehende institutionelle Beziehungen zu israelischen Unis auszusetzen und überprüfen zu lassen. Eine jüdische Studentengruppe widerspricht

 11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Debatte

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ein Pro & Contra

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  11.06.2026

Washington D.C.

Bill Gates: Epstein hat mich erpresst

Der Sexualstraftäter habe sein Wissen um seine Untreue ausnutzen wollen, sagt der Microsoft-Mitgründer. Er räumt aber auch Fehler ein

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026