Judenhass

100 antisemitische Vorfälle in Niedersachsen

Foto: RIAS

In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 100 judenfeindliche Vorfälle registriert worden. Das geht aus dem Jahresbericht der unter anderem von Bund und Land geförderten Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Niedersachsen hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

Demnach lag der Wert niedriger als im Jahr davor, als inklusive Nachmeldungen 138 Vorfälle gezählt wurden. Das bedeute allerdings nicht, dass der Antisemitismus entsprechend abgenommen habe. Vielmehr hätten »Gelegenheitsstrukturen« wie die Corona-Pandemie oder Eskalationen im israelischen-palästinensischen Konflikt weniger Einfluss gehabt.

Verletzendes Verhalten Das Spektrum der Vorfälle reicht dem Bericht zufolge von verletzenden oder beleidigenden Bemerkungen bis hin zu gewalttätigen Angriffen. 86 Prozent der Fälle wurden als »verletzendes Verhalten« eingestuft. Hinzu komme eine erhebliche Dunkelziffer an Vorfällen.

»Die Tatsache, dass jüdische Menschen täglich auch in Niedersachsen Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind, ist inakzeptabel und darf keinesfalls als normal oder alltäglich betrachtet werden«, warnte RIAS-Projektleiterin Katarzyna Miszkiel-Deppe.

Ziel der Recherche- und Informationsstelle ist es, die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Antisemitismus-Betroffenen sichtbar zu machen. Träger ist die Amadeu Antonio Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. dpa

Straße von Hormus

US-Marine soll jeden Minenleger versenken

Der amerikanische Präsident Donald Trump verschärft seinen Kurs gegen den Iran

 23.04.2026

Berlin

Bundesregierung sieht Chance bei Verhandlungen zwischen USA und Iran

Kehren die Washington und Teheran zurück an den Verhandlungstisch? Die Bundesregierung sieht in Verhandlungen eine Chance für den Frieden

 23.04.2026

Parteien

Streit um Israel: Linke auf der Sandbank?

Die Linke ringt weiter über ihre Haltung zu Israel und zum Nahostkonflikt. Der Parteivorstand will mit einem Leitantrag für den Parteitag in Postdam im Juni den Streit befrieden. Doch auch eine Personalie sorgt für Diskussionen

von Michael Thaidigsmann  23.04.2026

Zukünftige Führung

Schah-Sohn Reza Pahlavi wirbt in Berlin für härteren Kurs gegen Mullahs

Reza Pahlavi sieht keine Reformer in der iranischen Führung und wirbt für einen politischen Wandel. Vor seinem Auftritt wurde er mit Tomaten beworfen

 23.04.2026 Aktualisiert

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon warnt: Räumung von Minen in Straße von Hormus könnte ein halbes Jahr dauern

Der Streitkräfteausschusses im Repräsentantenhaus wird darüber informiert, dass Teheran mindestens 20 Minen in und um der wichtigen Meerenge platziert haben soll

 23.04.2026

China

Viraler Judenhass in China

Im Zuge des Iran-Kriegs nimmt der Antisemitismus im Diskurs der asiatischen Großmacht dramatisch zu. Eine Analyse

von Sven Benentreu  23.04.2026

Magdeburg

Landtag setzt mit Staatsvertrag Zeichen gegen Antisemitismus

Am 12. Dezember 2025 hatten das Land und die jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalt den geänderten Staatsvertrag unterzeichnet. Am Mittwochabend hat der Landtag den Vertrag beschlossen

 23.04.2026

Houston

Jüdisches Gemeindezentrum nach Drohungen geschlossen

Betroffen ist auch die Shlenker School, eine zur Gemeinde gehörende Gesamtschule. Das FBI und die Polizei ermitteln

 23.04.2026