Meinung

Free Berlinale from German Geld

Claudia Roth bei der Berlinale Foto: picture alliance/dpa

Früher war auf der Berlinale mehr Glamour. Heute dagegen reichen ein frisch gebügeltes Palästinenser-Tuch sowie drastische Worte gegen Israel, damit einem die Herzen zufliegen. So äußerte bei der diesjährigen Preisverleihung der amerikanische Regisseur Ben Russell Genozidvorwürfe.

Und auch für den palästinensischen Filmemacher Basel Adra sei es schwer, in Berlin einen Preis zu feiern, während gerade »zehntausende Menschen in Gaza geschlachtet« würden. Er tat es trotzdem und das Publikum spendete reichlich Beifall.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Die Berlinale hat auch dieses Jahr wieder große und kleine Filme, die ganze Vielfalt an Geschichten und Perspektiven der Welt nach Berlin gebracht«, freute sich auch Claudia Roth und gratulierte allen Preisträgern auf das Herzlichste. Sie klatschte ebenfalls bei diesem Event, bei dem ausschließlich Israel am Pranger stand und die Ereignisse vom 7. Oktober mit kaum einem Wort erwähnt wurden, munter mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Der Horror setzt sich fort«, hatte die Kulturstaatsministerin noch am Mittwoch zuvor bei einem Fachgespräch des Ausschusses für Kultur und Medien des Bundestages zum Thema Bekämpfung des Antisemitismus in Kulturbereich eingangs erklärt. Und sie hat offensichtlich nicht zu viel versprochen. Es ist nicht das erste Mal, dass Roth eine Vielfalt abfeiert, die es mit Juden im Allgemeinen und Israel im Besonderen nicht wirklich gut meint.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wo war eigentlich das Awareness-Team, als es auf der Bühne so hasserfüllt gegen Israel zuging?  Denn dieses gab es wirklich, um »für alle Festivalteilnehmenden ein Umfeld zu gestalten, in dem ein respektvoller und gleichberechtigter Umgang stattfinden kann.«

Entweder waren alle gerade kollektiv in der Raucherpause oder aber von der Aufgabe überfordert, Filmschaffende und Publikum in toto an zivilisatorische Mindeststandards zu erinnern. Vielleicht wollte man es sich auch nicht mit einer Claudia Roth in bester Party-Laune verscherzen – schließlich finanziert ihr Haus die Berlinale mit einigen Millionen Euro mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Dann tauchten am Sonntag auf dem Instagram-Kanal für kurze Zeit mehrere Bilder mit dem Slogan »Free Palestine – From the River to the Sea« und »Stop the Genocide« auf, über deren Urheberschaft die Verantwortlichen noch rätseln. Das Fazit der diesjährigen Filmfestspiele sollte daher lauten: Free Berlinale from German Geld!

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026

Meinung

Keine Geschäfte mit »Judensternen«

Schoa-Überlebende waren entsetzt, als ein Auktionshaus persönliche Gegenstände von NS-Opfern versteigern wollte. Der Bundesrat hat nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, um das zu verbieten. Gut so!

von Christoph Heubner  23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

von Katrin Richter  23.06.2026

Kommentar

Wer kann das noch ernst nehmen?

Immer mehr zeigt sich: Anmoderation und Exekution von Unwahrheiten und falschen Fakten vor einem Millionenpublikum sind kein ärgerlicher Ausrutscher, sondern gezielte Agitation

von Daniel Killy  23.06.2026

Meinung

Wenn niemand sonst zu Israel steht

Unser Autor ist Schüler auf einem Gymnasium nahe Köln. Mit Entsetzen stellt er fest, dass Antisemitismus und Israelhass in seiner Klasse mittlerweile absoluter Mainstream sind

von Jan Tersteegen  22.06.2026

Meinung

Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden

Jede Hoffnung, »Die Linke« könnte ein vernünftiger Partner werden, wurde enttäuscht. Die Partei unterstützt konsequent die Kräfte, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen

von Sigmount A. Königsberg  21.06.2026

Glosse

Deutschland sucht den Nazi

Der »Spiegel« und die »Zeit« helfen den Deutschen, die Nazis unter den Vorfahren aufzuspüren - und verdienen damit ganz nebenbei gutes Geld. Richtig so, findet unser Autor

von Michael Thaidigsmann  19.06.2026