Debatte

Zentralrat der Juden verteidigt Bernstein-Darstellung von Bradley Cooper

Bradley Cooper Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Debatte

Zentralrat der Juden verteidigt Bernstein-Darstellung von Bradley Cooper

Josef Schuster: »Aus meiner Sicht unproblematisch«

 18.08.2023 17:16 Uhr

In der Debatte über Bradley Coopers künstliche Nase im Film »Maestro« über den Komponisten Leonard Bernstein verteidigt der Zentralrat der Juden in Deutschland diese Darstellung.

»Durch Maskenbildung - auch Nasenprothesen - einer jüdischen historischen Figur für einen Film optisch möglichst nahe zu kommen, ist aus meiner Sicht unproblematisch«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der »Rheinischen Post« (Freitag). Die Familie Bernsteins sehe es in diesem Fall genauso.

Die Diskussion über mögliches »Jewfacing« und das etwaige Bedienen von Stereotypen war in den Sozialen Medien entbrannt. Auch geht es dabei um die Frage, ob Juden von Nichtjuden gespielt werden sollten. Medienberichten zufolge unterstützen die Kinder des verstorbenen Bernsteins den Kurs von Regisseur und Hauptdarsteller Cooper.

Schuster betonte zugleich: »Anders ist es, wenn beliebige jüdische Figuren durch die Verwendung von Stereotypen als ebensolche dargestellt werden sollen.«

Auch die Besetzung jüdischer Figuren mit nicht jüdischen Schauspielerinnen und Schauspielern sei in seinen Augen kein Problem: »Es gibt keine äußerlichen oder charakterlichen Merkmale, die Juden explizit von Anderen unterscheiden.« Eine solche Debatte wärme genau »diese falsche Sichtweise« auf. kna

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Kunst

Von Guggenheim bis Geffen

Wie jüdische Mäzene im 20. Jahrhundert der Moderne zum Durchbruch verhalfen

von Jana Talke  20.08.2026

Kulturkolumne

Some like it cold

Warum Disneys Eiskönigin nicht nur gegen Hitze hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird heute 80 Jahre alt. Eine persönliche Würdigung

von Reinhard Mohr  20.08.2026

Heidelberg

Hüter des Gedächtnisses

Im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden liegt alles, was jüdische Gemeinden seit 1945 in Deutschland an Dokumenten produziert haben. Jens Hoppe, der Leiter der Einrichtung, sichert die Zukunft der Bestände

von Eugen El  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Film

25 Jahre »A.I.«: Odyssee eines Roboter-Jungen

Ein Vierteljahrhundert ist Spielbergs Film »A.I. – Künstliche Intelligenz« jetzt alt. Das Werk ist extrem rührselig, aber dennoch sehenswert. Und es wirft Fragen auf, die auch 2026 sehr relevant sind

von Gregor Tholl  19.08.2026