Anlässlich des 120. Geburtstags von Regisseur Billy Wilder (1906-2002) richtet die Stiftung Neue Synagoge gemeinsam mit der Urania und dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg die Filmreihe »Von Berlin nach Hollywood« aus.
Den Auftakt macht am 17. März in der Urania der Billy-Wilder-Film von 1948, »A Foreign Affair« (Eine auswärtige Affäre) mit Marlene Dietrich (1901-1992). Am 24. März folgt im Centrum Judaicum »Ninotschka« (1939) von Ernst Lubitsch (1892-1947).
Billy Wilder sei nur einer von vielen Jüdinnen und Juden gewesen, die zunächst auf Berliner Bühnen und später in der US-amerikanischen Filmindustrie arbeiteten, heißt es in der Ankündigung. Dazu gehörten etwa der Schauspieler Alexander Granach, Regisseur Ernst Lubitsch oder die Drehbuchautorin Vicky Baum. Sie hätten die Berliner Kultur der Weimarer Republik geprägt und nach ihrer Ankunft in den USA die aufblühende Filmindustrie in Hollywood entscheidend mitgestaltet.
Flucht und Exil
Die Filmreihe rücke diese jüdischen Protagonistinnen und Protagonisten ins Zentrum, mache die Kontinuitäten ihres Schaffens zwischen Berlin und Hollywood sichtbar und unterstreiche damit ihren Platz in der Filmgeschichte, so die Organisatoren. Die Auswahl spiegele sowohl individuelle Lebenswege als auch kollektive Erfahrungen von Flucht, Exil und kultureller Neuverortung wieder.
Die Vorführungen finden wechselnd im Centrum Judacium und in der Urania statt. Auf jede Filmvorführung folgt eine moderierte Diskussion mit dem Kinoexperten Knut Elstermann sowie mit Kulturschaffenden, Experten und Autoren.
Filmreihe »Von Berlin nach Hollywood«, 17. März, 19.30 Uhr »A Foreign Affair« von 1948 (OmU) in der Urania, 24. März, 18 Uhr, » Ninotschka« von 1939 (OmU), Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum 14. April, 19.30 Uhr »To Be or Not to Be« von 1942, (OmU) in der Urania