Musik

Trauer um Eddie Van Halen

Mr. Rock: Eddie Van Halen bei einem Konzert im kalifornischen Concord 2015 Foto: imago/ZUMA Press

Die Gitarren-Legende Eddie Van Halen ist tot. Der 65-Jährige starb am Dienstag an den Folgen einer Krebserkrankung, teilte sein Sohn Wolfgang auf Twitter mit: »Ich kann nicht glauben, dass ich das schreiben muss, aber mein Vater, Edward Lodewijk Van Halen, hat heute Morgen seinen langen und harten Kampf gegen Krebs verloren.«

JUmp Die nach Eddie und seinem älteren Bruder Alex benannte Band Van Halen feierte Welterfolge. Ihr Song »Jump« wurde 1984 zum internationalen Chart-Hit und ist bis heute ein Partyklassiker.

Eddie Van Halen sei der beste Vater gewesen, den er sich hätte wünschen können, schrieb der 29-jährige Sohn, der als Bassist in der Band spielte. Der Rockmusiker sei in einem Krankenhaus in Santa Monica im Beisein seiner Ehefrau Janie Liszewski und anderer Familienmitglieder gestorben, berichtete das Promi-Portal »TMZ.com«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Virtuose Branchenkollegen bekundeten ihre Trauer und würdigten Van Halen. »Eddie war nicht nur ein Gitarren-Gott, er war auch eine wirklich gute Seele«, schrieb Rocker Gene Simmons von der Band Kiss auf Twitter.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

John Mayer würdigte ihn auf Instagram als »Superhelden« an der Gitarre: »Ein wahrer Virtuose. Ein fantastisch guter Musiker und Komponist.« Als Kind habe er ihn schon bewundert und als Vorbild angesehen. Rocker Tommy Lee postete Fotos mit Van Halen auf Instagram und würdigte ihn als Mann, »der das Gitarrespielen für ewig verändert hat«.

Country-Star Keith Urban lobte ihn als »Meister komplizierter Solos«, mit denen Van Halen viele Zuhörer begeistern konnte, weil er eine »hervorragende Melodie in seinem Herzen« und Freude beim Spielen hatte.

Pionier »Er machte Sachen mit der Elektro-Gitarre wie sonst niemand«, sagte Lenny Kravitz laut »People.com«. »Er ist ein Pionier, und seine Musik ist einfach unglaublich«, schrieb Kravitz auf Instagram. Auch Branchengrößen wie Aerosmith, Ozzy Osbourne, Nickelback und Duran Duran zollten Tribut.

Er sei sprachlos, und es zerreiße ihm das Herz, schrieb Sammy Hagar, der in den 80er- und 90er-Jahren Sänger der Band war. Rocker David Lee Roth, der sich 1985 von der Band getrennt hatte, aber 2007 zu Van Halen zurückkehrte, postete auf Twitter ein Foto von sich und Eddie und beschrieb die gemeinsame Zeit als »langen, großartigen Trip«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Amsterdam Die Van-Halen-Brüder wurden in Amsterdam geboren und wanderten als Kinder mit ihren Eltern nach Kalifornien aus. Schon früh begannen sie, Gitarre und Schlagzeug zu spielen, gewannen Musikwettbewerbe und gründeten schließlich schon zu Schulzeiten die Band Van Halen.

Ihr Debütalbum »Van Halen« war 1978 gleich ein Kassenknüller, es verkauft sich über zehn Millionen Mal und machte Eddie zum Star. Über die nächsten Jahre hatten die Brüder mit Hits wie »Eruption«, »Runnin‘ with the Devil«, »Mean Street«, »Jump« und »Hot For Teacher« Erfolg. 2007 wurde die Band in die Rock ’n‘ Roll Hall of Fame aufgenommen. Als letztes ihrer zwölf Studioalben veröffentlichten sie 2012 »A Different Kind of Truth«.

Musikalisch blieben sie über Jahrzehnte erfolgreich, privat aber lief es für Eddie Van Halen nicht immer gut. Von seiner ersten Ehefrau, der Schauspielerin Valerie Bertinelli, ließ er sich 2007 scheiden. 2009 heiratete er Janie Liszewski. Immer wieder sprach er offen über seine Alkohol- und Drogensucht. Von der war er nach eigenen Angaben später zwar losgekommen, doch der Exzess hinterließ sichtbare Spuren. dpa

Meinung

Die Eurovision gehört der Musik

Abermals wird der Ausschluss Israels von dem Musikwettbewerb gefordert. Doch das liefe auf eine Untergrabung des Formats hinaus, das so zum politischen Instrument verkommen würde

von Nicole Dreyfus  22.04.2026

Programm

Chassidischer Workshop, uralter Blockbuster und eine vergessene Heldin: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. April bis zum 30. April

 22.04.2026

Zahl der Woche

2010

Funfacts & Wissenswertes

 21.04.2026

Theater

Eine Party der perfidesten Art

Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

von Joachim Lange  21.04.2026

Biografie

Konzertmeister des Stardirigenten

In seinem neuen Buch über Herbert von Karajan bezieht sich der Historiker Michael Wolffsohn auch auf den Schoa-Überlebenden Michel Schwalbé. Ein Auszug

von Michael Wolffsohn  21.04.2026

Literatur

Neue Literatur zur Frage: Was bedeutet es, heute jüdisch zu sein?

Jüdische Gemeinschaften sind gespalten – nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg. Viele Linke sehen sich in ihrem eigenen Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert. Zwei neue Bücher liefern Denkanstöße

von Leticia Witte  21.04.2026

Kolumne

»Un-fucking-believable«

Als erste Israelin: Noga Erezʼ fast surrealer Auftritt auf dem Coachella Valley Festival

von Laura Cazés  21.04.2026

New York

»Der Teufel trägt Prada 2« feiert Premiere

Der 2006 erschienene erste Teil gilt als Kult. Die Premiere der Fortsetzung zieht die Prominenz in Scharen an. Wann startet das Werk in Deutschland?

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026