Rheinland-Pfalz

SchUM-Kulturtage Speyer präsentieren jüdisches Leben

Die Synagoge mit Mikwe in Speyer Foto: picture alliance / imageBROKER/Daniel Schoenen

Die SchUM-Kulturtage in Speyer laden vom 8. Oktober bis 15. November dazu ein, das jüdische Erbe und die Vielfalt jüdischer Kultur kennenzulernen. Auf dem Programm stünden unter anderem Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Lesungen, Führungen, ein Filmabend sowie Gedenkveranstaltungen, teilte die Stadt Speyer am Montag mit.

Seit 2021 sind die mittelalterlichen jüdischen Stätten von Speyer, Mainz und Worms - nach den hebräischen Anfangsbuchstaben »SchUM« genannt - das erste Unesco-Welterbe zur jüdischen Kultur und Geschichte in Deutschland. »Gerade in Zeiten, in denen Vorurteile gegenüber jüdischen Mitmenschen deutlich spürbar zunehmen, ist es wichtig, Wissen über jüdische Geschichte und Gegenwart zu vermitteln und damit Antisemitismus entgegenzuwirken«, sagte die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). Sie ist auch Vorsitzende des Vereins der SchUM-Städte.

Jüdischer Kochkurs und Sakralmusik

Die SchUM-Kulturtage beginnen am 8. Oktober mit der Vernissage der Fotoausstellung »Haus der Ewigkeit - Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum« im Typografischen Kabinett der Städtischen Galerie Speyer. Bei einem Kochkurs unter dem Motto »SchUM auf dem Teller« mit Landesrabbiner Reuven Konnik können Teilnehmende am 21. Oktober Gerichte der jüdischen Küche zubereiten. Jüdische Sakralmusik, Kantoralgesänge sowie israelische und jiddische Lieder präsentiert Oberkantor Schmuel Barzilai am 15. November zum Abschluss der Veranstaltungsreihe in der Speyerer Synagoge Beith Shalom.

Die jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz waren im Hochmittelalter ein Zentrum jüdischen Lebens und jüdischer Gelehrsamkeit in Europa. epd

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