Wuppertal

Schmidt-Rottluff-Gemälde bleibt in Von der Heydt-Museum

Stadtdirektor Matthias Nocke, Museumsdirektor Dr. Roland Mönig, Dr. Josephine Karg (Kulturstiftung der Länder), Chiruzu Kahl (Ernst von Siemens-Kunststiftung) sowie Rechtsanwalt Julius Kaspar Niesert erläuterten heute im Pressegespräch die näheren Umstände des Falls, bei dem eine »faire und gerechte Lösung« gemeinsam erarbeitet werden konnte. Foto: Foto: VDHM

Ein zentrales Gemälde der Kunstsammlung des Wuppertaler Von der Heydt Museums kann in der Sammlung bleiben. Das 1914 entstandene expressionistische Ölgemälde »Zwei Frauen (Frauen im Grünen)« von Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) wurde nach einer mehrjährigen Provenienzforschung und intensiven Gesprächen mit der Erbin der Familie Hess zunächst an diese zurückgegeben, wie das Museum am Montag erklärte. Anschließend habe das Museum das Bild von ihr erworben.

Die Restitution des Gemäldes an die Erbin der jüdischen und von den Nationalsozialisten verfolgten Familie Hess sei bereits am 16. September vergangenen Jahres in einer nichtöffentlichen Sitzung vom Rat der Stadt Wuppertal beschlossen worden, hieß es. Der Entscheidung seien mehrjährige Recherchen des Museums und ein intensiver Dialog mit der Erbin der Familie Hess und ihren anwaltlichen Vertretern vorausgegangen. Der Ankauf durch das Museum sei mit Mitteln der Freiherr von der Heydt-Stiftung, mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kunststiftung NRW ermöglicht worden.

Verbleib im Museum

Das Museum begrüßt die erzielte Lösung als gerecht und fair. Ein prominentes Hauptwerk bleibe somit der Museumssammlung erhalten. »Zwei Frauen (Frauen im Grünen)« sei über viele Jahrzehnte das einzige Gemälde Schmidt-Rottluffs in der Wuppertaler Sammlung gewesen und spiele damit im Museumsbestand zur Künstlergruppe »Brücke« eine zentrale Rolle. epd

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