Gerechtigkeit

Niederlande wollen NS-Raubkunst komplett zurückgeben

US-General Eisenhower (r.) informiert sich über die Entdeckung von Raubkunst im Salzstollen von Merkers (Archiv). Foto: claimscon.org

Die Niederlande wollen alle von den Nazis im Zweiten Weltkrieg geraubten Kunstwerke zurückgeben. Zunächst werde die Herkunft der Kunstwerke untersucht, wie die Regierung in Den Haag nun in diesen Tagen mitteilte.

Sollte der ursprüngliche Eigentümer oder seine Erben nicht mehr ausfindig gemacht werden können, werde die Kunst an die jüdische Gemeinschaft gegeben. Diese begrüßte die Entscheidung als »Durchbruch« und »moralisch richtig«.

In Museen und Sammlungen der Niederlande befinden sich noch rund 3200 Bilder und Objekte, die während des Krieges jüdischen Eigentümern gestohlen worden waren. Manche mussten ihren Besitz auch unter Druck verkaufen. 

Die Niederlande hatten seit 2007 keine strukturellen Untersuchungen mehr nach der Herkunft der Kunstwerke angestellt. Eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission urteilte im vergangenen Jahr, dass dies gegen internationale Vereinbarungen verstoße. 

»Es war immer die Auffassung des CJO, dass der niederländische Staat auf keinerlei Weise profitieren darf vom Mord an sechs Millionen Juden und ihrer Beraubung während des Zweiten Weltkrieges«, erklärte der zentrale Verband jüdischer Organisationen (CJO). Kunst, die an den Verband fällt, soll für Bildungsprojekte eingesetzt werden. 

Weltmeisterschaft

Die Kraft des Gemeinsamen

Vom Hoffen, Mitfiebern und Leiden: Eine Liebeserklärung an die Macht und die Möglichkeiten des Fußballs

von Awi Blumenfeld  11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Hass auf der Bühne

»Hofnarr der Hamas«: Kritik an Auftritt von Bassem Youssef in Berlin

Der amerikanisch-ägyptische Comedian relativiert die Hamas-Verbrechen vom 7. Oktober und verbreitet Verschwörungsmythen über Israel. Nun werden Forderungen nach einer Absage seiner Vorstellung im Tempodrom laut

von Imanuel Marcus  11.06.2026 Aktualisiert

Festival in Köln

»Shalom-Musik.Koeln« 2026 bringt jüdische Musik in die ganze Stadt

Avi Avital, Sharon Brauner, Omer Klein und Bar Zemach sind nur vier der vielen Künstler, deren Performances auf dem Programm stehen

 11.06.2026

Hollywood

Hasswelle gegen Gwyneth Paltrow wegen Israel-Werbung

Die Datstellerin mit jüdischem Familienhintergrund ist das Werbegesicht für das israelische Luxusbauprojekt 51 Park in Herzliya. Die Quittung: Sie wird online als »genocide queen« beschimpft

 11.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026