Programm

Colloquium, Konservatorium, Mysterium: Termine und TV-Tipps

Der ehemalige stellvertretender KZ-Kommandant Wagner lebte - unidentifiziert - in einem Landhaus in der Nähe von Sao Paulo. »Shlomo – Sehnsucht nach Rache«, Sonntag, 8. Februar, 20.15 Uhr ARDalpha Foto: picture alliance/United Archives

Programm

Colloquium, Konservatorium, Mysterium: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 5. Februar bis zum 12. Februar

 04.02.2026 14:07 Uhr

Barsinghausen
Historisch-Politisches Colloquium 2026: »Wer wurde im Holocaust als Jude definiert?« – Vortrag von Pavel Poljan
Mi 11. Februar, 16 Uhr, VHS Calenberger Land, Langenaecker 38

Berlin
Im Zentrum des Stücks »Grammophon« steht die wahre Geschichte einer Beziehung einer KZ-Insassin und ihres Aufsehers. Musikalisch-dramatische Performance des Prager Theaters Divadlo
So 8. Februar, 17 Uhr, Großer Saal, Fasanenstraße 79-80

Frankfurt/Main
Gedenkveranstaltung für die 14 jüdischen Dozent:innen statt, die 1933 unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme gezwungen waren, das Konservatorium zu verlassen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung »Gegen das Vergessen: Verfolgt und vertrieben -
Dr. Hoch’s Konservatorium im Jahr 1933″ steht das Musiktheaterstück «Heute Abend: Lola Blau» von Georg Kreisler. Das Werk wird von der renommierten Frankfurter Sängerin und Schauspielerin Sabine Fischmann auf die Bühne des Clara Schumann Saals gebracht. Die Geschichte der jüdischen Künstlerin Lola Blau, die zur Emigration gezwungen wird, spiegelt das Schicksal vieler jüdischer Lehrender wider, die 1933 ihre Tätigkeit am Konservatorium verloren.
Do, 5. Februar, 10 Uhr, Dr. Hoch’s Konservatorium, Clara Schumann Saal, Sonnemannstraße 16

Fürth
Lesen in der Lounge: «Drum prüfe, wer sich ewig bindet»
So 8. Februar, 14 Uhr, Jüdisches Museum Franken, König-
straße 89

Haamburg
«Das Hakenkreuz im Heiligen Land»: Vortrag des Berliner Historikers Ralf Balke über die Landesgruppe der NSDAP in Palästina, die Hitler-Jugend in Haifa, die Hebräischkurse anbot, und die Selbstnazifierung der Palästina-Deutschen. Anmeldung erforderlich unter kontakt@dighamburg.de
Do 12. Februar, 19 Uhr, Vortragssaal der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Hannover
Im Programm «Eisnacht» würdigen Mezzosopranistin Pia Viola Buchert und Pianistin Tatjana Dravenau Menschen, die Kraft und Kreativität besaßen, Erlebtes seelisch und künstlerisch zu bewältigen.
Mi 11. Februar, 19 Uhr, Villa Seligmann, Hohenzollernstraße 39

Kaiserslautern
«Ich bin noch nie einem Juden begegnet»: Lesung mit Gerhard Haase-Hindenberg
Do 5. Februar, 19 Uhr, Friedenskapelle, Friedensstraße 42

Münster
«UNERWÜNSCHT: Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes» – Vortrag und Gespräch mit Stefanie Schüler-Springorum
Do 12. Februar, 19 Uhr, Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28

Stuttgart
«Jüdische Literatur und Kultur in Bess­arabien»: Marianna Hausleitner führt durch die jüdische Geschichte der Region. Wolde Mammel lässt mit Sprüchen und Erzählungen das bessarabische Jiddisch wiederaufleben. Dazu gibt es Klezmermusik und jiddische Melodien. Anmeldung: info@kit-bw.de
So 8. Februar, 15 Uhr, Familienzentrum KIT, Weimarstraße 1

TV und Radio

«Geheimnisse der DDR – Anspruch und Wirklichkeit»: Sozialismus, Antifaschismus, Freundschaft mit der Sowjetunion waren das Motto der DDR. Doch der Staat Israel galt der SED-Führung als Verbündeter der USA und wurde angefeindet.
Donnerstag, 5. Februar, 21.45 Uhr ZDFinfo TV

«Shlomo – Sehnsucht nach Rache»: Die Doku beleuchtet das Leben des jüdischen Goldschmieds Shlomo Szmajzner. Reporter rekonstruieren, wie der Chef-Aufseher von Sobibór, Gustav Wagner, 1980 zu Tode kam. Im Anschluss «Kitty Neu­stätter – verfolgt, deportiert, ermordet», das Porträt einer von rund 1000 Münchner Jüdinnen und Juden, die deportiert und wenig später ermordet wurden.
Sonntag, 8. Februar, 20.15 Uhr ARDalpha TV

«Die Ungewollten – die Irrfahrt der St. Louis»: 937 jüdische Flüchtlinge verlassen 1939 den Hamburger Hafen. Ein Visum für Kuba verspricht das Überleben. Doch Havanna verweigert die Einreise, so wie die USA und Kanada. Und so läuft die «St.Louis» in Antwerpen ein. Ein Drittel der Passagiere wird in den folgenden Jahren von den Nazis ermordet.
Montag, 9. Februar, 0.25 Uhr HR TV

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