Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg zeigt von Freitag an die Ausstellung »Von Monet bis Picasso« über jüdische Kunstsammlerinnen und Kunstsammler in Deutschland. Die Schau versammelt rund 100 Werke unter anderem von Claude Monet, Pablo Picasso, Paul Cézanne, Ernst Ludwig Kirchner und Paula Modersohn-Becker. Die Ausstellung ist bis zum 29. März 2027 zu sehen.
Im Mittelpunkt stehen 15 bedeutende Sammlungen, die Jüdinnen und Juden vor 1945 aufgebaut hatten. Die Sammler hätten entscheidend dazu beigetragen, progressive Kunst seit der Wende zum 20. Jahrhundert zu etablieren und zu fördern, teilte das Bucerius Kunst Forum mit. Während der NS-Zeit wurden sie verfolgt und entrechtet, ihre Sammlungen durch Enteignung, erzwungene Verkäufe und Flucht auseinandergerissen.
Keine »jüdische« Art des Sammelns
Kuratiert wird die Schau von Bucerius-Direktorin Kathrin Baumstark und dem Journalisten Stefan Koldehoff. Jüdische Sammler hätten zu jenen gehört, die sich früh für moderne Kunst interessierten, Künstler unterstützten und sich in Kunstvereinen und Museen engagierten. Eine eigene »jüdische« Art zu sammeln, habe es dabei nicht gegeben, sagte Koldehoff am Mittwoch. epd