Streaming

Adam Sandlers zweiter »Happy«-Film: 90er-Humor glückt auch 2025

Adam Sandler bei der Premiere von »Happy Gilmore 2« am 21. Juli in New York Foto: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP

Streaming

Adam Sandlers zweiter »Happy«-Film: 90er-Humor glückt auch 2025

Fast 30 Jahre nach dem ersten Teil feiert der jüdische Spaßvogel derzeit mit der Golfer-Komödie »Happy Gilmore 2« Erfolge bei Netflix

von Gregor Tholl, Philip Dethlefs  20.08.2025 10:32 Uhr

Nostalgie kommt beim Netflix-Publikum immer wieder gut an. Fast 30 Jahre nach dem ersten Teil feiert Adam Sandler derzeit mit der Golfer-Komödie Happy Gilmore 2 Erfolge bei dem Streamingdienst.

Sandler schloss 2014 mit Netflix einen Multi-Millionen-Dollar-Deal über exklusive Filme ab. Daraus entstanden Werke wie Murder Mystery, Murder Mystery 2, Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen oder auch Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt.

Mit dem ursprünglichen Film Happy Gilmore landete Adam Sandler 1996 einen seiner ersten großen Kinohits. Die Hollywood-Karriere des Comedians ging ordentlich voran. Der auf Albernheit setzende Film wurde nicht nur ein Kassenerfolg, sondern entwickelte sich zu einem Kult-Phänomen.

Aufbrausend und ungezügelt

Dass sich Sandler (heute 58) rund 29 Jahre später an einer Fortsetzung versuchte, galt als gewagt. Doch die Fortsetzung Happy Gilmore 2, die seit 25. Juli beim Streamingdienst Netflix zu sehen ist, wurde ebenfalls ein Erfolg.

Lesen Sie auch

Inzwischen sind in gerade einmal dreieinhalb Wochen schon 109,2 Millionen Abrufe zusammengekommen, wie aus den wöchentlichen Netflix-Charts hervorgeht.

Die Geschichte von Happy Gilmore ist simpel. Titelheld Happy ist ein vom Pech verfolgter und unbegabter Eishockeyspieler, der von seiner Oma großgezogen wurde. Als sie ihr Haus wegen Steuerschulden verliert, entdeckt er zufällig sein Talent für Golf und versucht sein Glück. Mit den hohen Preisgeldern will er das Familienhaus zurückkaufen, doch mit seiner aufbrausenden und ungezügelten Art eckt er überall an.

Kurioser Slapstick-Humor

In Teil zwei ist Happy Witwer, Vater von fünf Kindern und hat ein enormes Alkoholproblem. Doch er will sein Trauma überwinden, wieder Golf spielen, nicht zuletzt, um seiner einzigen Tochter eine Ballettkarriere zu ermöglichen.

Happy Gilmore ist herzerwärmend und gilt als einer der besten Filme in der Karriere des ehemaligen »Saturday Night Live«-Komikers Adam Sandler - mit kuriosem Slapstick-Humor und derben Sprüchen, die viele im Gegensatz zu anderen Filmen der Zeit gut gealtert finden.

Teil zwei - inklusive etwa einem Gastauftritt von Eminem - ist sehr modern und actionreich produziert. Die Komödie macht sich gekonnt über die Social-Media-Welt und Gamer-Szene lustig. Der Film verteidigt geradezu konservativ traditionellen Sportsgeist und Familienzusammenhalt gegen aggressive Geschäftemacherei.

Medien

KI-Verstoß: »Tagesspiegel« nimmt Casdorff-Texte offline

Stephan-Andreas Casdorff verfasste auch für die Jüdische Allgemeine Kommentare. Die Redaktion prüft, ob auch diese Texte von einer KI statt von Casdorff selbst verfasst wurden

 12.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Musik

Mike D in Berlin: Ein Beastie Boy meldet sich zurück

Das Berliner Säälchen am Holzmarkt wird zur Kulisse des einzigen Deutschland-Konzerts des »Beastie Boys« Mike D. Hunderte Fans sind begeisterte Zeugen des überraschenden Comebacks ihres Idols

 12.06.2026

Weltmeisterschaft

Die Kraft des Gemeinsamen

Vom Hoffen, Mitfiebern und Leiden: Eine Liebeserklärung an die Macht und die Möglichkeiten des Fußballs

von Awi Blumenfeld  11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Hass auf der Bühne

»Hofnarr der Hamas«: Kritik an Auftritt von Bassem Youssef in Berlin

Der amerikanisch-ägyptische Comedian relativiert die Hamas-Verbrechen vom 7. Oktober und verbreitet Verschwörungsmythen über Israel. Nun werden Forderungen nach einer Absage seiner Vorstellung im Tempodrom laut

von Imanuel Marcus  11.06.2026 Aktualisiert

Festival in Köln

»Shalom-Musik.Koeln« 2026 bringt jüdische Musik in die ganze Stadt

Avi Avital, Sharon Brauner, Omer Klein und Bar Zemach sind nur vier der vielen Künstler, deren Performances auf dem Programm stehen

 11.06.2026

Hollywood

Hasswelle gegen Gwyneth Paltrow wegen Israel-Werbung

Die Datstellerin mit jüdischem Familienhintergrund ist das Werbegesicht für das israelische Luxusbauprojekt 51 Park in Herzliya. Die Quittung: Sie wird online als »genocide queen« beschimpft

 11.06.2026