Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Eine nicht explodierte russische Rakete in Donezk (Archivfoto) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat ausweichend auf einen Bericht reagiert, nach dem die USA wegen des Iran-Kriegs für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten umleiten könnten. Aus den USA würden weiter Abfangraketen und andere entscheidende Ausrüstung in die Ukraine geliefert, sagte Rutte bei einer Pressekonferenz. Er äußerte sich allerdings nicht dazu, ob möglicherweise Kürzungen vorgenommen oder angekündigt wurden. Aus Bündniskreisen hatte es zuvor geheißen, der Bericht der »Washington Post« komme nicht überraschend.

Das Blatt hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran einige der wichtigsten Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre. Konkret gehe es auch um Flugabwehrraketen, die eigentlich über die sogenannte Purl-Initiative der Nato an die Ukraine geliefert werden sollen.

Europäer finanzieren US-Waffen für Ukraine

Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben. Sie stellte zuletzt einen Großteil der Munition für die Flugabwehrraketensysteme vom Typ Patriot und andere Luftverteidigungssysteme bereit.

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Nach Angaben der »Washington Post« informierte das Pentagon zudem den Kongress darüber, dass es beabsichtige, etwa 750 Millionen Dollar (651 Mio. Euro) aus dem Purl-Programm umzuleiten, um die eigenen Bestände des US-Militärs aufzufüllen, anstatt zusätzliche Hilfe an die Ukraine zu senden. Ob die an der Initiative beteiligten europäischen Länder wüssten, wie die Mittel verwendet würden, sei unklar. Rutte wollte sich am Donnerstag nicht dazu äußern, ob die Nato darüber informiert wurde. dpa

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