Jeffrey Epstein

Umfangreiche Gerichtsunterlagen veröffentlicht

US-Milliardär Jeffrey Epstein im Gerichtssaal in West Palm Beach (August 2019) Foto: imago images

Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein sind umfangreiche Gerichtsunterlagen veröffentlicht worden.

Sie stammen aus der Zivilklage von Virginia Giuffre (vormals Roberts) gegen Epstein aus dem Jahr 2015, wie der britische »Guardian« am Freitag berichtete.

partnerin In den Unterlagen werde mehrfach die in Untersuchungshaft sitzende Ex-Partnerin Epsteins, Ghislaine Maxwell, erwähnt, berichtet auch die »Washington Post«. Maxwell soll bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Sie hatte Mitte Juli vor Gericht eine Beihilfe jedoch bestritten und auf »nicht schuldig« plädiert.

In den Unterlagen wird mehrfach die in Untersuchungshaft sitzende Ex-Partnerin Epsteins, Ghislaine Maxwell, erwähnt.

Das US-Portal »Law & Crime« lud eigenen Angaben zufolge die mehr als 600 Seiten umfassenden Gerichtsunterlagen aus dem Dokumentationsdienst PACER herunter.

Die 58-jährige Maxwell wurde Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis.

bundesverfahren Der einschlägig vorbestrafte amerikanische Geschäftsmann Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 war er in dieser Sache einem Bundesverfahren entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz darauf in einer Gefängniszelle das Leben.

Maxwell stammt aus Großbritannien und ist das neunte Kind des ungarisch-britisch-jüdischen Medienunternehmers Robert Maxwell und der französischstämmigen Holocaust-Forscherin Elisabeth Meynard. Auch der britische Prinz Andrew, der jahrelang mit Maxwell und Epstein bekannt war, soll in den Fall verwickelt sein. So sagte Giuffre, sie sei als 17-Jährige in den Jahren 2001 und 2002 drei Mal zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden. Der 60-Jährige bestreitet die Vorwürfe. dpa

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