Frankreich

Trauer, Wut, Bestürzung

Patrouille: Polizisten nach dem Angriff auf den Straßburger Weihnachtsmarkt Foto: dpa

Frankreichs Juden nehmen Anteil am Leid der Opfer des Straßburger Attentats. Am Rande des Weihnachtsmarkts in der elsässischen Großstadt wurden am Dienstagabend drei Menschen erschossen und mehrere zum Teil schwer verletzt. Wie die Antiterror-Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, hörten Zeugen den Attentäter »Allahu Akbar« (Allah ist groß) rufen.

Francis Kalifat, der Präsident der jüdischen Dachorganisastion des Landes CRIF (Conseil Représentatif de Institutions juives de France), twitterte: »Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.« Ferner erklärte er sich solidarisch mit der Stadt Straßburg und bekundete seinen großen Respekt gegenüber den zahlreichen Polizeikräften, die seit gestern Abend im Einsatz sind.

GEBETE Auch Frankreichs Oberrabbiner Haïm Korsia meldete sich per Twitter zu Wort. Er erklärte, er sei traurig, wütend und bestürzt. »Ich beziehe die Menschen in Straßburg in meine Gebete ein. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der 29-jährige Täter mit nordafrikanischen Wurzeln ist nach wie vor auf der Flucht. Der Pariser Chefermittler teilte mit, zwei Menschen seien bei der Attacke getötet worden. Ein weiterer Mensch sei hirntot. Die Polizei zählte zudem zwölf Verletzte.  tok

Nachruf

Erfinder des »Greenspeak«

Alan Greenspan prägte als Chef der US-Notenbank eine 19 Jahre währende Boom-Phase der Börsen und Konjunkturen

von Philip Fabian  23.06.2026

Nachruf

Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

Der jüdische Musikmanager entdeckte und förderte Bands und Künstler wie Earth, Wind & Fire, Chicago, Santana, Whitney Houston, Barry Manilow und Barbra Streisand

 23.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

Bonn/Berlin

»Habt keine Angst«: Zeitzeuge Marian Turski vor 100 Jahren geboren

Er gehörte zu den bekanntesten Schoa-Überlebenden. Seine Worte ermutigen viele Menschen auch über seinen Tod im Jahr 2025 hinaus. Zum 100. Geburtstag blickt ein Freund Turskis auf die Zukunft des Erinnerns

 16.06.2026